Aktualisiert 31.07.2019 06:56

Carissa Pinkston

Model will mit Transgender-Lüge Karriere retten

Um einem Shitstorm wegen ihrer transphoben Aussagen zu entkommen, outete sich Carissa Pinkston als Transfrau – obwohl sie gar keine ist.

von
afa

Was geschehen ist

Model Carissa Pinkston, die unter anderem für Savage x Fenty lief, teilte im Mai 2019 transphobe Statements auf Facebook. Die 20-Jährige hat die Posts mittlerweile gelöscht, sie haben sich auf Social Media jedoch verbreitet.

Unter anderem schreibt sie darin, dass Transgender als «männlich oder weiblich wahrgenommen werden wollen». Aus biologischer Sicht gebe es nur Frauen und Männer, «so ist die Welt 2019». Ausserdem meint sie: «Transgender zu sein macht dich nicht zu einer Frau. Es macht dich einfach zum Transgender.»

Die erzürnten Reaktionen, die sie auf ihre Aussagen erhielt, nahm sie nicht ernst – sondern legte noch nach: «Ich will meinen Trans-Kommentar zurücknehmen. Wenn die sagen können, dass sie Frauen sind, dann will ich meine Jungfräulichkeit zurück», so Pinkston.

Darauf wurde das Model von ihrer Agentur Elite Models gefeuert, wie das «Paper»-Magazin berichtet.

Das «Coming-out»

Dies führte dazu, dass Pinkston am 22. Juli auf Insta ein Statement abgab: «Ich bin ein Transgender. Ich hatte meine Transition schon sehr jung und lebe seither als Frau.»

Sie meinte, ihre früheren Posts würden ihre «innere Unsicherheit zeigen». Sie sei für ein Coming-out noch nicht bereit gewesen, aber sie habe Hassmails und Todesdrohungen erhalten und sei darum nun gezwungen, die Wahrheit zu sagen.

Die Lüge

An diesem Punkt schaltete sich ihre beste Freundin, das Model Aleece Wilson (24), ein. Sie behauptete, Pinkston würde «tausende von Menschen anlügen».

Aleece erklärte, dass Baby-Bilder von Carissa kenne, sie habe sie komplett nackt gesehen und genug Zeit mit ihr verbracht, um die Wahrheit zu kennen: «Wir haben viele Transfreunde. Wir hätten definitiv darüber geredet.» Aleece meint, Carissa hätte selbstverständlich ihre volle Unterstützung, wenn sie transgender wäre – aber sie lüge.

Carissas Geständnis

Am 26. Juli gab Carissa dann zu, dass sie gelogen hat und entschuldigte sich bei der Trans-Community: «Ich war in Panik und dachte, wenn ich mich als trans oute, wird es besser, aber es hat alles nur schlimmer gemacht. Es tut mir wirklich leid. Ich bin erst 20 und ich bin menschlich.»

Weiter führte sie aus, dass Hunter Schafer (20), «Euphoria»-Star und Transmodel, mit der sie bereits vor ihren transphoben Kommentaren befreundet war, nun nicht mehr mit ihr sprechen will: «Ihr wisst nicht, wie es ist, alle Freunde wegen eines Missverständnisses zu verlieren», so Carissa.

«Leute dürfen wütend sein. Ich darf frustriert sein», meint sie weiter und bittet Transmenschen, die sie über das Thema aufklären möchten, sich bei ihr zu melden: «Sonst fühle ich mich schrecklich und ich möchte nicht, dass es irgendjemandem so ergeht.»

Der aktuelle Stand

Carissa hat all ihre Entschuldigungs-Posts auf Instagram gelöscht. Ob dies eine gute Entscheidung war, wenn es darum geht, dass ihr Verhalten ihr verziehen wird, ist fraglich. Ob sie eine neue Model-Agentur findet, ist ebenfalls offen.

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