Model Kelly Hughes zeigt ihre Kaiserschnittnarbe in «Sports Illustrated»-Magazin
«Meine Kaiserschnittnarbe so öffentlich zu zeigen, fühlt sich befreiend an», sagt das Model von «Sports Illustrated», Kelly Hughes.

«Meine Kaiserschnittnarbe so öffentlich zu zeigen, fühlt sich befreiend an», sagt das Model von «Sports Illustrated», Kelly Hughes.

Sports Illustrated 
Publiziert

Zum ersten MalModel zeigt seine Kaiserschnittnarbe in «Sports Illustrated»-Magazin

Kelly Hughes (42) ist Model und Mutter – die Geburt ihres Sohnes hat Spuren hinterlassen. Die ikonische Bademode-Ausgabe der «Sports Illustrated» setzt diese Narbe bewusst in Szene. 

von
Geraldine Bidermann

Zum ersten Mal in seiner 58-jährigen Geschichte zeigt das bekannte «Sports Illustrated»-Magazin eine Mutter mit einer Kaiserschnittnarbe. Nach Leyna Bloom, der ersten trans Frau auf dem Cover, und Halima Aden, die einen Burkini für das Covershooting trug, feiert das Magazin nun mit Model Kelly Hughes eine weitere Premiere.

In der Ausgabe, die am 19. Mai in den USA erscheint, ist auch Karina Scott (38) abgebildet. Sie ist das erste Model, das es schwanger in die jährliche Bademode-Ausgabe von «Sports Illustrated» geschafft hat. 

Während Karina Scott die Geburt noch vor sich hat, erinnert Kelly Hughes’ Narbe an den Tag, als sie 2018 ihren Sohn bekam. Im Magazin erzählt das Model, dass es sich auf eine vaginale Geburt eingestellt hatte. Als die Wehen nach 36 Stunden aber stagnierten und sich der Muttermund noch zu wenig geöffnet hatte, entschieden sich die Ärztinnen und Ärzte aus Sicherheitsgründen für einen Notfallkaiserschnitt.  

Eine Geburt ist nicht planbar

Dieses Erlebnis hätte sie gelehrt, wie wenig im Leben nach Plan läuft: «Ich war so enttäuscht, dass ich diese Operation machen musste. Die Vorstellung von einem aufgeschlitzten Bauch und dieser Hektik im Operationssaal widersprach allem, was ich mir in meiner Vorbereitung auf die Geburt vorgestellt hatte. Erst als ich meinen Sohn Harlem endlich in den Armen hielt, konnte ich loslassen», erklärt Kelly im Interview. 

Auch an ihre Kaiserschnittnarbe musste sie sich zuerst gewöhnen. Speziell in ihrem Beruf als Model hätte sie sich damit oft unsicher gefühlt. Mit der Narbe am Bauch ist  Kelly Hughes nicht alleine: Gemäss dem Bundesamt für Statistik kommen über 30 Prozent aller Babys in der Schweiz per Kaiserschnitt zur Welt. Dazu zählen sowohl die geplanten als auch Notfallkaiserschnitte. 

Heute fühlt sich Kelly Hughes wohl mit ihrer Narbe. «Wenn ich auch nur einer Frau mit meinen Bildern Trost oder Hoffnung spenden kann, ist das für mich das grösste Geschenk.» Denn jede Geburt sei eine Geburt, die frau feiern sollte – mit allen körperlichen Veränderungen, die dazugehörten. 

Hast auch du eine spezielle Narbe an deinem Körper?

Hol dir den Lifestyle-Push!

Deine Meinung

46 Kommentare