Aktualisiert 15.01.2012 13:57

Venus Williams

Modischer Fehlgriff und lautes Stöhnen

Venus Williams sorgt an den Australian Open für dreifaches Aufsehen auf dem Platz. Sportlich, visuell und lautstark.

von
Herbie Egli

Ohne Williams' Tenniskünste angreifen zu wollen, outfitmässig gehört die 30-jährige Amerikanerin nicht immer zu den Top-Spielerinnen. Sie sorgt mit ihren Dresses aber für grosses Aufsehen. So auch wieder dieses Jahr in Down Under.

Im Erstrundenspiel gegen Sara Errani zeigte sich Williams noch züchtig. Sie trat mit einem schwarzen Höschen und blauem Oberteil an. Das ist ganz normal und unter den Athletinnen immer wieder anzutreffen. In der zweiten Runde gegen Sandra Zahlavova schoss die Amerikanerin mit ihrem Outfit den Vogel aber ab. Oben trug sie ein gelbes Trägershirt mit Gittermuster über dem Bauch. Darunter ein eng anliegendes braunes Höschen, das sie mit einem Röckchen in undefinierbarem Muster überdeckte.

Später kam noch eine weisse Bandage am Oberschenkel hinzu. Diese trug die siebenfache Grand-Slam-Siegerin aber nicht freiwillig. Williams musste sich an der Leiste behandeln lassen, um einer Verletzung vorzubeugen.

Der grosse Kleiderschrank der Williams-Schwestern

Venus und ihre momentan verletzte Schwester Serena zeigen sich bei den Grand-Slam-Turnieren immer wieder in speziellen Outfits. Venus trat bei den French Open 2010 in einem zum Teil durchsichtigen, schwarz-roten Negligé auf. An einer Pressekonferenz sagte die ältere der Williams-Schwestern damals, «Spitze wurde im Tennis noch nie getragen. Ich wollte es schon lange einmal ausprobieren. Die Illusion mit nackter Haut ist für mich definitiv schöner.» Ihr braunes Höschen trug sie übrigens schon damals.

Serena Williams steht im Gegensatz zu Venus voll auf Schwarz. Bei den US Open 2002 trat sie in einem hautengen Catsuit an und brachte die Tenniswelt zum Staunen. Zwei Jahre später toppte sie ihren Auftritt. Zum Einspielen erschien die 13-fache Grand-Slam-Siegerin jeweils in Lederjacke und einer Art Stiefel, weil sie Stulpen über den Schuhen trug. Vor dem ersten Ballwechsel entledigte sich Serena aber ihrer Accessoires und spielte die Partien im schwarzen Röckchen-Dress.

«Ich dachte, es gebärt jemand»

Bei Williams – und allgemein bei den Frauenspielen – geben aber nicht nur die Outfits zu reden. Andy Murray amüsierte sich zum Beispiel über das Stöhnen der Ladys auf dem Platz. «Williams hatte wegen ihrer Leistenverletzung noch Grund zum Stöhnen. Dies entschuldigt Zahlavovs Grunzen aber nicht. Ich dachte, es gebärt jemand», zitiert der «Independent» einen Twitter-Eintrag der britischen Weltnummer 5. Auch die Männer sind aber nicht immer ganz leise und geben gewisse Töne von sich.

Fehler gefunden?Jetzt melden.