Schweizer Erfindung: Modul verwandelt analoge in eine digitale Kamera
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Schweizer ErfindungModul verwandelt analoge in eine digitale Kamera

Mit einem speziellen Gerät können alte Spiegelreflexkameras in die moderne Zeit gebracht werden. Die Technik stammt von einem hiesigen Unternehmen.

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swe
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Mit dem von einer Schweizer Firma entwickelten Modul «I'm Back» können alte analoge Spiegelreflexkameras nun auch digitale Bilder aufnehmen.

Mit dem von einer Schweizer Firma entwickelten Modul «I'm Back» können alte analoge Spiegelreflexkameras nun auch digitale Bilder aufnehmen.

I'm Back
So sieht das Modul alleine aus. Im Prinzip handelt es sich um ein digitales Rückteil, welches das Licht – das sonst auf den Film treffen würde – abfängt und auf einen Sensor leitet.

So sieht das Modul alleine aus. Im Prinzip handelt es sich um ein digitales Rückteil, welches das Licht – das sonst auf den Film treffen würde – abfängt und auf einen Sensor leitet.

I'm Back
Dabei geht es allerdings nicht darum, perfekte und qualitativ extrem hochwertige Bilder aufnehmen zu können. Stattdessen soll das analoge Feeling von früher zur Geltung kommen.

Dabei geht es allerdings nicht darum, perfekte und qualitativ extrem hochwertige Bilder aufnehmen zu können. Stattdessen soll das analoge Feeling von früher zur Geltung kommen.

I'm Back

Noch vor nicht allzu langer Zeit waren Fotoapparate mit Film allgegenwärtig. Digitale Kameras und nicht zuletzt auch Handys haben die Technik jedoch fast komplett abgelöst. Nicht nur fallen damit keine Kosten für die Filme und deren Entwicklung an, die Bilder können auch gleich verschickt oder etwa auf Instagram hochgeladen werden.

Deswegen müssen die analogen Kameras aber nicht verstauben oder gar weggeworfen werden, denn das Unternehmen I'm Back aus Lugano hat ein digitales Rückteil entwickelt, mit dem alte Fotoapparate, beispielsweise von Nikon, Canon, Minolta oder Leica, in eine Digitalkamera verwandelt werden können.

Retro-Feeling

Hinter der Idee steckt der in der Schweiz lebende Brasilianer Samuel Mello Medeiros. Der Fotograf und Designer ist ein erklärter Fan der analogen Fotografie und hatte noch eine ganze Sammlung an älteren Kameras herumliegen. Statt perfekter und gestochen scharfer Aufnahmen sollen mit dem Modul deshalb Fotos entstehen, die an die frühere Technik erinnern.

Zwar bietet das Rückteil eine Auflösung von 16 Megapixeln, die Beispielbilder von Medeiros erinnern aber wegen ihres Retro-Looks tatsächlich an die Fotografie der 1950er- bis 1980er-Jahre. Die Farben wirken etwas verwaschen oder sind an den Rändern abgedunkelt.

Auch Videos möglich

Das System funktioniert so, dass es an die Rückseite des Fotoapparates – dort wo man den Film einlegt – angebracht wird. Statt dass Licht auf das Filmmaterial trifft, wird es auf eine Mattscheibe gelenkt, die dann vom digitalen Sensor abfotografiert wird. Gespeichert werden Fotos auf eine Micro-SD-Karte.

Zudem sind weitere moderne Funktionen möglich. So können die Fotos dank eines eingebauten WLAN-Moduls auch auf dem Handy betrachtet werden. Weiter können auch Videos mit einer Auflösung von 2880 x 2160 Pixeln und mit einem externen Mikrofon auch der dazu gehörige Ton aufgenommen werden.

Die Produktion von I'm Back ist bereits angelaufen. Zuerst werden die Vorbestellungen der Kickstarter-Kampagne bedient, zu einem späteren Zeitpunkt soll das digitale Rückteil auch im Netz und über Händler für etwa 300 Franken zu haben sein.

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