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Super-League-ReformVorerst kein neuer Modus in der Super League

Markus Lüthi, Präsident des FC Thun und Gegner der Reform, bestätigt, dass das Traktandum von der Liste gestrichen wurde.

von
dwu
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Mehr Teams gleich mehr Kampf (wie hier YBs Fabian Lustenberger (r.) gegen Koro Kone von Servette): Die von der Liga angedachte Aufstockung der Super League hätte entsprechende Auswirkungen.

Mehr Teams gleich mehr Kampf (wie hier YBs Fabian Lustenberger (r.) gegen Koro Kone von Servette): Die von der Liga angedachte Aufstockung der Super League hätte entsprechende Auswirkungen.

Keystone/Peter Klaunzer
Doch vier Tage vor der Abstimmung bestätigte Markus Lüthi, Präsident des FC Thun und Gegner der Reform, dass die Modusänderung vorerst nicht kommen würde.

Doch vier Tage vor der Abstimmung bestätigte Markus Lüthi, Präsident des FC Thun und Gegner der Reform, dass die Modusänderung vorerst nicht kommen würde.

Keystone/Peter Schneider
Die Swiss Football League mit Präsident Heinrich Schifferle (l.) und CEO Claudius Schäfer, schlug eine Erweiterung der höchsten Spielklasse auf 12 Teams sowie einen zweistufigen Modus vor.

Die Swiss Football League mit Präsident Heinrich Schifferle (l.) und CEO Claudius Schäfer, schlug eine Erweiterung der höchsten Spielklasse auf 12 Teams sowie einen zweistufigen Modus vor.

Keystone/Marcel Bieri

Die Aufstockung der Super League von 10 auf 12 Teams schien Formsache. Ligapräsident Heinrich Schifferle sagte im August: «Ich gehe davon aus, dass wir eine Mehrheit finden.»

Im Frühling 2019 habe eine Mehrheit der Clubs in informellen Treffen die SFL aufgefordert, die Diskussion über die Aufstockung der Super League auf 12 Teams erneut aufzunehmen, schrieb die Liga damals in einer Mitteilung. Vorgesehen war, dass ab der Saison 2021/22 die Liga nach 22 Runden geteilt wird. Sechs Teams spielen um den Titel und die Europacup-Plätze, sechs in der «Platzierungsrunde» gegen den Abstieg. Der Letzte steigt direkt ab, der Zweitletzte spielt die Barrage gegen den Zweiten der Challenge League. Und der Sieger der Platzierungsrunde kämpft in einem Playoff mit einem Team aus der Finalrunde um den letzten Platz im Europacup.

Im Vergleich zu 2017, als eine Modusänderung bei den zwanzig Proficlubs nicht die nötige Zweidrittelmehrheit gefunden hatte, habe sich die Ausgangslage in verschiedenen Punkten verändert, schrieb die Liga. So sei die SFL zum Beispiel im Bereich der TV-Rechte frei, über Format und Modus zu entscheiden, weil eine allfällige Änderung exakt mit dem Beginn der neuen Vertragsphase ab 2021/22 umgesetzt werden kann.

Doch diesmal kommt es nicht einmal zu einer Abstimmung. Diese hätte an der Generalversammlung der SFL diesen Freitag erfolgen sollen. Aber, nachdem sich nicht nur bei einigen Clubs sondern auch im Amateurfussball Widerstand geregt hatte, wurde das Traktandum nun von der Liste gestrichen. Die Modusänderung bleibt also bis auf Weiteres aus. Das bestätigt Markus Lüthi, der als Präsident des FC Thun einer der Gegner der Reform war und nun mit Genugtuung festgestellt hat, dass er mit seinen Bedenken (unter anderem bemängelte er die Wirtschaftlichkeit der geplanten Modusänderung) nicht allein war.

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