Mancave: Möbel für richtige Männer
Aktualisiert

MancaveMöbel für richtige Männer

Alfred von Escher macht aus Sperrholz einzigartige Möbel. Bei Leftover entstehen durch Recycling Designerstücke.

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Alfred von Escher bei der Arbeit: Aus Sperrholz wird ein Stuhl.

Alfred von Escher bei der Arbeit: Aus Sperrholz wird ein Stuhl.

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Alle Möbel des Künstlers werden aus Abfallmaterial gefertigt.

Alle Möbel des Künstlers werden aus Abfallmaterial gefertigt.

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Das Holz stammt von alten Paletten, Theaterbühnen ...

Das Holz stammt von alten Paletten, Theaterbühnen ...

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Möbeldesigner Alfred von Escher ist fünfzig und lebt mit seiner Familie in Palermo. Die Truppe pflegt einen betont süditalienischen Lebensstil, wie man den Facebook-Posts des Patrons entnehmen kann – man isst um halb zwei zu Mittag und meldet sich erst gegen halb fünf zur Arbeit zurück.

Von Escher, früher bekannt als Betreiber illegaler Restaurants in Zürich – der Mann ist ein begnadeter Koch und verwandt mit dem «Artisan en Comestibles» gleichen Nachnamens – hat sich auf autodidaktischem Weg das Schreinern beigebracht. Nun entwirft er unter dem Namen Leftover Möbel aus Sperrholz-Abfällen.

Für koordiniertes Chaos

Weil selten eine grosse Serie von Holzabfallstücken gleich ist, werden die einzelnen Möbel todsicher unverwechselbar – das Leftover- oder eben Abfallmaterial ist perfekt für den Vorgang, dem kluge Köpfe den Namen Upcycling gegeben haben, also Recycling auf eine höhere Ebene. Die grob gemaserte Oberfläche des verwendeten Sperrholzes aus Seekiefer-Platten trägt zur Einmaligkeit der Stücke bei.

Die Herkunft aus der Werkstatt eines ausgewanderten Schweizer Rebellen mit Vollbart macht Leftover-Stücke zur idealen Möblierung für betont männliche Räume. In der Mancave sollte es nämlich nie allzu aufgeräumt aussehen. Und das entspannte Durcheinander von Linien, die der Zufall mitbestimmt, hilft mit, diesen Eindruck zu vermeiden.

Handschrift eines Individualisten

Alfred von Eschers Gestaltungswille hört beim Design und beim Bau nicht auf. Er widmet sich mit Vorliebe auch den Oberflächen seiner Möbel und verwendet dafür Laminat-Abfälle oder Kunstharzlacke in spannenden Farbkombinationen. Die Stücke tragen unverkennbar die Handschrift eines Individualisten und wirken niemals angestrengt. Bonus: Die Preise sind verschmerzbar.

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