Kultkatze ist tot: «Möge dir die Stadt ein Denkmal stiften!»
Aktualisiert

Kultkatze ist tot«Möge dir die Stadt ein Denkmal stiften!»

Busfahrer hielten extra für ihn an, er war in jedem Laden ein gern gesehener Gast und eroberte reihenweise Herzen. Nun ist Nino (12), der Stadtkater von Rheinfelden (AG), gestorben.

von
kom
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Nino (12), der Bus fahrende Kater aus Rheinfelden (AG), ist gestorben.

Nino (12), der Bus fahrende Kater aus Rheinfelden (AG), ist gestorben.

Instagram/@nino_von_rheinfelden
Zur Erinnerung zeigen wir die besten Fotos des Katers. Hier hatte Nino mal wieder nur Futter im Kopf.

Zur Erinnerung zeigen wir die besten Fotos des Katers. Hier hatte Nino mal wieder nur Futter im Kopf.

Instagram/@nino_von_rheinfelden
Der Kater aus Rheinfelden legte seine Pausen am liebsten in Ladenlokalen ein.

Der Kater aus Rheinfelden legte seine Pausen am liebsten in Ladenlokalen ein.

Instagram/@nino_von_rheinfelden

307 Fotos zeigen auf dem Instagram-Account @nino_von_rheinfelden den stadtbekannten Kater Nino (12), wie ihn Rheinfelden (AG) liebt: in Schaufenstern liegend, auf den Bus wartend, in der Altstadt streunend oder bei verschiedenen Familien zu Hause.

Am Donnerstag wurde das 308. Foto auf dem Account gepostet. Es ist schwarz-weiss. «Heute bin ich friedlich auf einem meiner Lieblingsplätzchen eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Ich schau mir das schöne Rheinfelden jetzt von oben an. Euer Nino», steht unter dem Foto.

Auf Social Media löste die Nachricht grosse Betroffenheit aus. Denn: Der Kater war stadtbekannt und äussert beliebt. Nachdem seine Besitzer umgezogen waren, weigerte sich Kater Nino, den Wohnortswechsel mitzumachen.

Fortan ging er bei verschiedenen Familien, aber auch in Geschäften im Rheinfelder Stedtli ein und aus. Nino war aber nicht nur zu Fuss unterwegs: Er fuhr regelmässig mit dem Bus über die Brücke, die das deutsche und Schweizerische Rheinfelden trennt. Grenzbeamte hätten beobachtet, wie er an der Station wartete und der Busfahrer ausschliesslich für ihn anhielt, um den tierischen Gast aufzuladen.

In den Kommentaren auf Facebook und Instagram teilten die User ihre Erlebnisse mit ihrem Stadtkater: «Er sass oft auf meinem Bürostuhl und schlief. Ich habe ihn dann sanft umplatziert, damit ich arbeiten konnte», schreibt einer von ihnen. «Er hat mich so oft über die Brücke begleitet ...» erinnert sich eine andere. «Die Begegnungen mit dir waren immer voller Schmunzeln und Freude. Du wirst uns fehlen! Mach's guet Stedtlitiger!», schreibt ein Facebook-User. «Ruhe sanft, möge Rheinfelden dir ein Denkmal stiften!», kommentiert jemand.

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