Frankreich: Mönche müssen 2,8 Tonnen überschüssigen Käse verkaufen
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FrankreichMönche müssen 2,8 Tonnen überschüssigen Käse verkaufen

Die Restaurants sind geschlossen, die Kunden kommen nicht – und so wurden die Mönche des französischen Klosters Abbaye de Cîteaux 2,8 Tonnen Käse nicht los. Bis einer sich überlegte, einen Online-Verkauf zu organisieren.

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Die Mönche des Klosters Abbaye de Cîteaux haben 2,8 Tonnen Käse zu verkaufen. 

Die Mönche des Klosters Abbaye de Cîteaux haben 2,8 Tonnen Käse zu verkaufen.

Screenshot TF1
Am 26. März 2021 stellten sie eine Website auf, um den Käse an die Kunden zu bringen. Es war ein Erfolg!

Am 26. März 2021 stellten sie eine Website auf, um den Käse an die Kunden zu bringen. Es war ein Erfolg!

Screenshot TF1
Eine Tonne Käse ging weg wie warme Semmeln. Bei Verkaufsschluss am ersten Tag um Mitternacht waren nicht einmal mehr 800 Kilogramm übrig.

Eine Tonne Käse ging weg wie warme Semmeln. Bei Verkaufsschluss am ersten Tag um Mitternacht waren nicht einmal mehr 800 Kilogramm übrig.

Screenshot TF1

Darum gehts

  • Im Kloster Abbaye de Cîteaux in Frankreich stellen die Mönche Käse her.

  • Wegen der Corona-Beschränkungen fehlen aber die Kunden, es liegen 2,8 Tonnen Käse in der Käserei.

  • Nun haben sie einen Online-Verkauf organisiert – und innerhalb 24 Stunden über eine Tonne Käse verkauft.

Weil sie aufgrund der Corona-Pandemie auf ihrem berühmten Reblochon-Käse sitzengeblieben sind, haben sich die Mönche des französischen Zisterzienser-Klosters Abbaye de Cîteaux eine eigene «Internet-Challenge» gesetzt: Bis Dienstag wollten sie die 4000 zusätzlichen Käselaibe mit einem Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen, die sich in ihrem Keller stapeln, loswerden. Schon wenige Stunden nach Beginn der «Herausforderung» am Freitag hatten sie über zwei Drittel verkauft, wie der Sender TF1 berichtet.

Die Pandemie hatte auch im Kloster für Absatzschwierigkeiten gesorgt, obwohl sein seit 1925 produzierter und preisgekrönter Reblochon normalerweise sehr begehrt ist. Aber wegen der Corona-Beschränkungen kämen weniger Kunden in den Klosterladen und auch die geschlossenen Restaurants bestellten keinen Käse mehr, sagte Bruder Jean-Claude der Nachrichtenagentur AFP. Die Verkäufe seien deshalb um fast 50 Prozent zurückgegangen.

«Was sollten wir machen», sagte der für die Vermarktung des Käses zuständige Mönch mit einem breiten Lächeln. «Wir haben unseren Kühen erklärt, dass sie weniger Milch geben sollen, aber sie wollen das nicht verstehen.» Und die Wände im überfüllten Keller liessen sich auch nicht verschieben.

Deshalb kamen die 19 Mönche auf die Idee, ihren überschüssigen Kuhmilch-Käse mit der besonders feinwürzigen Note über das auf den Online-Verkauf von Kloster-Produkten spezialisierte Start-up «Divine Box» (Göttliche Kiste) anzubieten. Ihr Ziel, die rund 2,8 Tonnen bis Dienstag loszuwerden, stellte sich als nicht besonders ehrgeizig heraus: Bei Verkaufsschluss am ersten Tag um Mitternacht waren nicht einmal mehr 800 Kilogramm übrig.

(AFP/kle)

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