Texas: Mörder hingerichtet, Opferfamilie fleht umsonst
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TexasMörder hingerichtet, Opferfamilie fleht umsonst

Christopher Young bereute seine Tat. Selbst die Angehörigen seines Opfers hatten ihm vergeben. Dennoch ist der 34-Jährige hingerichtet worden.

von
mlr
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Christopher Young erschoss im November 2004 einen Ladenbesitzer. Dafür wurde er am 17. Juli 2018 hingerichtet, obwohl ...

Christopher Young erschoss im November 2004 einen Ladenbesitzer. Dafür wurde er am 17. Juli 2018 hingerichtet, obwohl ...

AP/Mike Graczyk
... die Familie des Opfers wollte, dass seine Strafe in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt wird.

... die Familie des Opfers wollte, dass seine Strafe in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt wird.

AP/Mike Graczyk
Young erhielt sogar Besuch vom Sohn des Opfers. Auch seine eigene Tochter kam ihn regelmässig besuchen.

Young erhielt sogar Besuch vom Sohn des Opfers. Auch seine eigene Tochter kam ihn regelmässig besuchen.

AP/Mike Graczyk

In Texas ist am Dienstagabend ein Mörder hingerichtet worden, obwohl sogar die Familie seines Opfers um seine Begnadigung gebeten und sich für eine lebenslange Haftstrafe ausgesprochen hatte. Der 34-jährige Christopher Young hatte im November 2004 im Alter von 21 Jahren den 55-jährigen Ladenbesitzer Hasmukh Patel erschossen, als er dessen Geschäft in San Antonio ausrauben wollte.

Kurz vor der Hinrichtung hatte die zuständige Behörde ein Gnadengesuch abgelehnt, berichtet CNN. Young wurde ein tödlicher Medikamentencocktail verabreicht, um 18.38 Uhr wurde er für tot erklärt. Er ist bereits der achte Verurteilte, der 2018 in Texas hingerichtet wurde.

Sohn des Opfers besuchte Young

Der Mord wurde damals mit einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Young hatte seine Tat «Spiegel online» zufolge nie bestritten, aber betont, er habe unter Kokain- und Alkoholeinfluss gestanden.

In seinem Schlusswort sagte Young, er liebe die Familie des Ladenbesitzers, «so wie sie mich lieben». Die Familie wohnte der Hinrichtung nicht bei. Mitesh Patel, der Sohn des Opfers, hatte Young am Tag vor seiner Hinrichtung besucht. «Er ist nicht der Mensch, der er vor 14 Jahren war», betonte Patel und äusserte sein Bedauern darüber, dass das Gnadengesuch abgelehnt worden war. Es tue ihm auch für Youngs Familie leid.

Früher, so Patel, habe er die Todesstrafe gerecht gefunden, heute wisse er: «Zwei Fehlentscheidungen ergeben keine richtige Entscheidung.» Youngs Tochter verliere ihren Vater, und er wisse, wie sich das anfühle, sagte der Sohn des Opfers.

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