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«Ich bin Jacinta»Mörder will als Frau verkleidet ausbrechen

Wegen Mordes sitzt ein Gang-Anführer in Honduras im Gefängnis. Als Besucherin verkleidet versucht er, den Knast zu verlassen.

von
vbi
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Seit September 2015 sitzt Francisco Herrera Argueta im Gefängnis. Nun wollte er ausbrechen: als Frau verkleidet.

Seit September 2015 sitzt Francisco Herrera Argueta im Gefängnis. Nun wollte er ausbrechen: als Frau verkleidet.

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So sieht der Gang-Anführer Herrera eigentlich aus.

So sieht der Gang-Anführer Herrera eigentlich aus.

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Viele Leute erkennen im verkleideten Herrera E.T.

Viele Leute erkennen im verkleideten Herrera E.T.

Screenshot E.T.

«Diese Frau ist aber speziell», dachten sich die Wärter eines Gefängnisses in San Pedro Sula in Honduras. Nach Ende der Besuchszeit wollte sie gemeinsam mit Besuchern das Gefängnis verlassen. «Die Frau lief unglaublich lustig und ihre Stimme tönte sehr komisch», so ein Wärter gemäss der «Sun».

Die Frau trug einen Rock und High Heels. Sie war geschminkt und hatte pink lackierte Fingernägel. Dazu trug sie eine Sonnenbrille und eine blonde Perücke. Als sie nach ihrem Namen gefragt wurde, antwortete sie, dass sie Jacinta heisse. Ihre Identitätskarte gab sie den Wächtern.

Unter der Perücke war Francisco

Nachdem Jacinta bereits einige Sicherheitstüren passiert hatte, verriet sie sich: Auf eine Frage der Polizei antwortete sie plötzlich mit tiefer männlicher Stimme.

Daraufhin musste sie die Sonnenbrille absetzen und die Wärter erkannten: Jacinta war alles andere als eine unbescholtene Besucherin – es handelte sich um den Häftling Francisco Herrera Argueta.

Verlegung ins gefährlichste Gefängnis droht

«Das Make-up konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Person ein Mann ist», so ein Polizist. Herrera ist in Honduras unter dem Namen Don Chico als Gang-Führer bekannt. Seit September 2015 sitzt er wegen Mordes im Gefängnis.

In diesem Restaurant servieren Mörderinnen

Ein kolumbianisches Frauengefängnis hat ein Restaurant eröffnet, um den Insassinnen den Weg zurück in die Freiheit zu erleichtern.

Für Herrera kann die ganze Geschichte üble Folgen haben. Es sei möglich, dass er ins El-Pozo-Gefängnis in Santa Bárbara verlegt werde, so die Polizei. Und das ist bekannt als das gefährlichste Gefängnis in ganz Honduras.

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