Aktualisiert 30.03.2014 21:15

Dekanat teilt mitMörgeli bleibt weiterhin Professor an Uni Zürich

Christoph Mörgeli darf weitere sechs Jahre seinen Professortitel behalten und an der Uni Zürich Vorlesungen anbieten. Trotzdem macht die Uni Zürich noch ein Geheimnis draus.

von
dos
Christoph Mörgeli hat gut Lachen: Er darf laut einem Brief vom Dekanat weitere sechs Jahre seinen Professorentitel behalten.

Christoph Mörgeli hat gut Lachen: Er darf laut einem Brief vom Dekanat weitere sechs Jahre seinen Professorentitel behalten.

Der SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli, der in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen sorgte, darf weitere sechs Jahre als Professor bei der Uni Zürich arbeiten. In einem Brief teilte das Dekanat der Medizinischen Fakultät Mörgeli brieflich mit, dass seine «Venia legendi» für die nächsten sechs Jahren verlängert wurde. Trotzdem will die Uni Zürich laut «NZZ am Sonntag» den Entscheid noch nicht bestätigen, bis «das Geschäft abgeschlossen ist». Dies soll eventuell nächste Woche der Fall sein.

Zurzeit führt Mörgeli vierzehntäglich ein Kolloquium zum Thema «Erzählte Medizingeschichte» durch und bietet einen Kurs in «Medizinischer Museologie» an. Mörgeli sagt, er wolle auch in Zukunft mit Lehrveranstaltungen an der Uni präsent sein.

Rekurs gegen Kündigung eingelegt

Mörgelis Leistungen von den Jahren 2006 bis 2012 wurden routinemässig überprüft. Als Titularprofessor an der Medizinischen Fakultät musste er mindestens 14 Stunden jährliche Lehrveranstaltungen und mindestens 12 Originalpublikationen in ausgewiesenen Fachzeitschriften nachweisen. Diese Bedingungen soll er also erfüllt haben. Er selber präzisiert, er habe sechs Bücher geschrieben und neun Originalartikel in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht sowie auch stets Vorlesungen gehalten.

Dem «Tagesanzeiger», der im Vorfeld bezweifelte, dass der SVP-Nationalrat nach seiner Entlassung vor eineinhalb Jahren eine Verlängerung der Lehrbefugnis erhalten würde, wirft Mörgeli «Rufmord» vor. Zudem hat der SVP-Nationalrat gegen die Kündigung als Kurator des Medizinhistorischen Instituts Rekurs eingelegt.

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