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Nach UnfallMörgeli wieder «bissig und angriffig»

Neun Wochen nach seinem schweren Autounfall zeigte sich SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli heute auf TeleZüri erstmals wieder in der Öffentlichkeit - an Bissigkeit hat er nichts eingebüsst.

von
Andy Fischer

Mörgeli ist gemäss Aussagen seiner Ärzte zu 85 Prozent wieder hergestellt, sein Mundwerk läuft aber bereits wieder auf Hochtouren. «Nach meinem Unfall bin ich bestimmt kein Sozialdemokrat geworden», sagte der Politiker auf die Frage von TeleZüri-Boss Markus Gilli, ob sich bei ihm etwas verändert habe. «Ich habe mich ja am Rücken verletzt und nicht am Kopf.»

Was Diskussionpartner und SP-Nationalrat Mario Fehr zu einem scharfen Konter veranlasste: «Herr Mörgeli hatte jetzt neun Wochen Zeit, sich unheimliche Bösartigkeiten auszudenken.» Und weiter: «Er ist wieder bissig und angriffig». Der Medizinhistoriker blieb im weiteren Verlauf der Sendung seiner Rolle als Provokateur treu.

Die beiden Kandidatinnen für das Zürcher Stadtpräsidium bezeichnete er als «unwürdig für diese Stadt.» Kathrin Martelli (FDP) nannte er «eine graue Maus» und das «spannendste Attribut an Corinne Mauch (SP) ist deren sexuelle Ausrichtung.» Mauch ist bekennende Lesbe. Auch zum Thema Papst und Holocaust-Leugner hatte Mörgeli eine akzentuierte Meinung: «Antisemitismus geht bestimmt nicht von der katholischen Kirche aus, sondern von der Hamas und auch von gewissen politischen Gruppierungen in der Schweiz.»

Mörgeli war am 8. Dezember 2008 in der Zürichseegemeinde Stäfa verunfallt. Er prallte mit seinem Auto in einen am Strassenrand parkierten Lieferwagen. Gemäss eigenen Aussagen wurde er von der Sonne geblendet. Bei der Kollision zog sich Mörgeli zwischen dem dritten und vierten Halswirbel eine Verletzung zu, die zu Lähmungen an Armen und Beinen führte.

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