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«We love Muhammad»Mohammed-Biografie-Verteiler weggewiesen

Die Gruppierung «We Love Muhammad» breitet sich in der Schweiz aus. Die Kantonspolizei Aargau hat Aktivisten bei der Buchverteilung gestoppt.

von
kaf
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Nach der Koran-Verteilaktion «Lies» lancieren deutsche Salafisten eine neue Aktion. Laut Einträgen auf der Facebook-Seite Pierre Vogels ist das die Basler Fraktion.

Nach der Koran-Verteilaktion «Lies» lancieren deutsche Salafisten eine neue Aktion. Laut Einträgen auf der Facebook-Seite Pierre Vogels ist das die Basler Fraktion.

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Der Aktivist ist nach eigenen Angaben Schweizer mit mazedonischen Wurzeln.

Der Aktivist ist nach eigenen Angaben Schweizer mit mazedonischen Wurzeln.

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Bärtige Männer verschenken ein Buch der Sira, der Biografie des Propheten Mohammed.

Bärtige Männer verschenken ein Buch der Sira, der Biografie des Propheten Mohammed.

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Seit ungefähr einem Jahr macht die Gruppe «We Love Muhammad» mit ihren Buchverteilungen in der Schweiz von sich reden. Die Aktion gilt als Nachfolge der Koranverteilung «Lies». Wie die Sendung «10vor10» berichtet, gab es Aktionen der neuen islamischen Kampagne in Basel, Bern, Aarau sowie kürzlich erstmals auch in Biel.

Die Behörden, so machte es den Eindruck, schienen bislang keinen Widerstand zu leisten. Doch im Juni ist die Kantonspolizei Aargau laut Bericht zweimal eingeschritten, als die Aktivisten das Buch «Muhammad – die Biografie des edlen Propheten» verteilten. Die Personen seien kontrolliert und auch weggewiesen worden.

Mit der Wegweisung dürfen die Aktivisten in Aarau während neun Monaten keine Mohammed-Biografien mehr verteilen. Der Kanton Aargau hat damit ein Exempel statuiert. Im Kanton Bern und in Basel seien die Aktivisten bisher nur kontrolliert worden.

Keine Grundlage für Verbot

Die Aktivisten hätten die Wegweisung durch die Polizei akzeptiert, man wolle keinen Rekurs einlegen, sagte der Leiter der Aktion zu «10vor10». Nach Ablauf der Frist wolle man die Aktion in Aarau aber wieder aufnehmen. Allerdings müsse dann mit einer neuen Wegweisung gerechnet werden.

Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) kann kein Verbot gegen die Buch-Verteilaktionen veranlassen. Es gebe keine Hinweise darauf, dass mutmassliche oder erwiesene Schweizer Jihadreisende zur Kampagne «We Love Muhammad» in Verbindung stünden, sagt der NBD. Die Bundesanwaltschaft (BA) erklärte gegenüber «10vor10», sie führe keine Strafverfahren gegen Personen, die bei der Aktion involviert sind.

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