Aktualisiert 15.02.2006 14:50

Mohammed-Verbrennung abgesagt

Alljährlich erinnern Festivals in Spanien an die Vertreibung der Mauren. Dabei werden oft dem Propheten Mohammed nachempfundene Figuren verbrannt oder von den Burgmauern geworfen. Dieses Jahr nicht - zumindest in einem Dorf.

Seit Jahrhunderten spielen Spanier auf ihren Dorffesten die Schlachten zwischen Christen und Moslems nach. Häufig wird dabei ein riesiger Mohammed-Böög verbrannt.

Wie die Netzeitung berichtet, verzichtet das Dorf Bocairent bei Valencia auf diese alte Tradition, weil man befürchtet, dass die Moslems in aller Welt das angesichts der explosiven politischen Lage missverstehen könnten.

Bocairent war das erste Dorf, das letzte Woche auf die Mohammed-Verbrennung verzichtete.

Historiker relativeren allerdings, dass «La Mahoma» nur eine Figur sei, und damit nicht der Prophet gemeint sei.

(pat)

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