Aktualisiert 04.01.2013 10:15

Neue Studie

Mollige leben länger

Zu viel gegessen über die Festtage? Macht nichts, sagt eine neue Studie, die Sterblichkeitsrate ist bei leicht übergewichtigen Menschen tiefer als bei allen andern.

von
Bea Emmenegger
Entsprechen nicht dem gängigen Model-Ideal, leben aber vermutlich gesünder: Sogenannte Plus-Size-Models.

Entsprechen nicht dem gängigen Model-Ideal, leben aber vermutlich gesünder: Sogenannte Plus-Size-Models.

Die gute Nachricht für Menschen, die es leid sind, jedes neue Jahr mit Diät-Vorsätzen zu beginnen, die sie nicht einhalten werden, kommt von einem Team im US-Center of Disease Control. Die Forscher nahmen unzählige Studien unter die Lupe, die sich mit dem Thema Gesundheitsrisiken in Relation zum Body-Mass-Index befasst hatten.

Die Forscher analysierten die Ergebnisse dieser Studien anhand einer Reihe komplexer statistischer Modelle. Studien, die sich nur mit einer bestimmten Bevölkerungsgruppe oder mit Menschen mit spezifischen medizinischen Problemen befassten, wurden nicht berücksichtigt.

Das Resultat: Im Vergleich zu Menschen mit Normalgewicht (BMI unter 25) hatten die Übergewichtigen (BMI von 25 bis 30) eine sechs Prozent tiefere Sterblichkeitsrate – und die Sterblichkeit beider Gruppen lag 15 Prozent tiefer als jene der massiv Übergewichtigen.

Die Erklärung dafür sei nicht klar, schreibt Kent Sepkowitz, ein Spezialist für Infektionskrankheiten, im «Daily Beast». Vielleicht, spekuliert er, hätten die Vollschlanken nicht nur redensartlich einen Pirelli, sondern tatsächlich eine Art Reservereifen, der ihnen das Überleben im Fall ernsthafter Krankheiten ermögliche. Oder vielleicht waren die Dünnen dünn, weil sie krank waren, oder Kettenraucher, die von Chips und Whiskey lebten.

Oder vielleicht sei das gelegentliche üppige Festmahl einfach gut für die Seele und mache den Menschen glücklicher und gesünder.

Guten Appetit.

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