«Monster-Sau»: Eine Meldung und ihre Geschichten
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«Monster-Sau»: Eine Meldung und ihre Geschichten

Gross war das Erstaunen, als vermeldet wurde, ein 11-Jähriger habe in stundenlanger Jagd ein Monsterschwein erlegt. Jetzt stellte sich heraus: Der 480-Kilo-Brocken hiess Fred - und der Bauer wollte ihn loswerden.

Die Riesensau machte erst als erlegtes «Monsterschwein» Schlagzeilen. Dabei hat das Ungetüm, das letzte Woche von einem 11-Jährigen in «stundenlanger Jagd» erlegt wurde, sogar einen Namen: Fred. Das zahme Haussschwein wuchs in Alabama auf und wurde laut seinem Vorbesitzer, dem Bauern Phil Blissitt, wenige Tage zuvor verkauft.

Blissitt meldete sich bei nach der medienwirksamen Jagd bei einer Zeitung, um die Dinge richtig zu stellen. «Ich wollte das nur festgehalten haben: Das war kein wildes Tier. Wir wollen keine Schweine mehr halten, deshalb haben wir Fred verkauft. Das ist alles.»

Der Vater des jungen Schützen, Mike Stone, rechtgfertigt sich auf seiner Webseite monsterpig.com: «Das Schwein verhielt sich nicht wie ein Familien-Haustier, es war ein sehr aggressives Tier.» Das ist laut Bauer Blissitt nur schwer vorstellbar: Hausschwein Fred wurde nicht in freier Wildbahn erschossen, sondern in einem 0.6 Quadratkilometer grossen, eingezäunten Grundstück.

Noch nicht geklärt wurde, ob der elfjährige Junge eine so grosse Waffe wie der Smith&Wesson-Revolver Model 500 überhaupt handhaben konnte. Experten hegen da ihre Zweifel, denn die Waffe hat das Kaliber eines Maschinengewehrs.

In Gästebucheinträgen und Blogs wurde ausserdem spekuliert, ob es sich bei dem Bild des elfjährigen Jungen mit seiner fetten Trophäe nicht um eine Photoshop-Fälschung handelt. Aber das ist eine andere Geschichte.

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