Gruppensieg ist weg: Montenegro verliert - England locker
Aktualisiert

Gruppensieg ist wegMontenegro verliert - England locker

Danke, Wales! Die Schweiz hat die Qualifikation für die Euro 2012 wieder in den eigenen Füssen – auch wenn der direkte Weg definitiv verbaut ist.

von
fox
Steve Morison (rot) trifft zum 1:0 gegen Montenegro.

Steve Morison (rot) trifft zum 1:0 gegen Montenegro.

Drei Siege gegen Bulgarien, Wales und Montenegro und die Schweiz bestreitet im November die Barrage um die EM-Qualifikation.

Ermöglicht wurde diese Ausgangslage vom zuvor punktelosen Wales, welches zuhause Montenegro mit 2:1 bezwingt. Montenegro wurde zuvor während Monaten von einer landesweiten Welle der Sympathie getragen. Keiner Equipe - auch England im Wembley nicht - war es gelungen, die Serie der Ungeschlagenheit in der EM-Ausscheidungs-Gruppe G zu stoppen. Ausgerechnet beim punktelosen Tabellenletzten endete der wundersame Sturm über die Plätze Europas vorerst einmal.

Wales mit viel Tempo

Wales fand das richtige taktische Mittel. Gary Speed schickte ein Team mit zahlreichen Jungen auf den Rasen. Und die verjüngte Equipe wurde dem Nachnamen ihres Trainers vollauf gerecht: Sie überwand das Bollwerk des limitierten Gegners mit Tempo. Beide Tore bereiteten die Waliser in den Couloirs vor. Vaughan und Bale, der kaum zu stoppen war, legten die Bälle perfekt auf - Norwich-Stürmer Steve Morison (27.) und der erst 20-jährige Captain Aaron Ramsey (50.) sorgten mit ihren Treffern für den perfekten Abschluss der brillanten Angriffszüge.

Jovetics 1:2 kam zu spät, obschon die Gastgeber in der hektischen Schlussphase mehrfach bedrohlich wankten. Keeper Hennessey verhinderte mit seinen Paraden aber das Comeback der leidenschaftlich, aber für einmal glücklos kämpfenden Montenegriner.

Damit bleibt der Balkanstaat auf elf Zählern sitzen. Gewinnt die Schweiz ihre drei Partien – wobei das Spiel gegen Montenegro mit mindestens zwei Toren Differenz gewonnen werden muss – ist der zweite Platz gesichert. Bei einem 1:0-Sieg im abschliessenden Spiel gegen den Aussenseiter würde die Tordifferenz um den Barrage-Platz entscheiden.

Gruppensieg nicht mehr möglich

Der Gruppensieg ist dagegen definitiv nicht mehr möglich. Die Schweiz kann England nicht mehr überholen. Denn die «Three Lions» besiegen Bulgarien mühelos mit 3:0. Tim Cahill (13.) und Wayne Rooney (21.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Rooneys zweiter Treffer vor der Pause brachte die endgültige Entscheidung.

Bulgarien ist am Dienstag in Basel Gegner der Schweiz. Ein weiterer Punktverlust und Lothar Matthäus' Team reist definitiv nicht nach Polen und in die Ukraine zur Endrunde.

EM-Qualifikation, Gruppe G

Bulgarien - England 0:3 (0:3)

Vasil Levski, Sofia. - 16'000 Zuschauer. - SR De Bleeckere (Be).

Tore: 13. Cahill 0:1. 21. Rooney 0:2. 45. Rooney 0:3.

Bulgarien: Mihailov; Bandalovski (46. Sarmov), Bodurov, Ivanov, Zanev; Stilian Petrov; Milanov, Martin Petrov, Georgiev; Popov (81. Marquinhos), Genkov (61. Bozhilov).

England: Hart; Smalling, Cahill, Terry, Cole; Walcott (83. Johnson), Parker, Barry (80. Lampard), Downing; Young (62. Milner), Rooney.

Bemerkungen: Verwarnungen: 35. Parker, 59. Sarmov (beide Foul), 84. Milanov (Unsportlichkeit).

Wales - Montenegro 2:1 (1:0)

Cardiff City Stadium. - 20'000 Zuschauer. - SR Banti (It).

Tore: 29. Morison 1:0. 50. Ramsey 2:0. 71. Jovetic 2:1.

Wales: Hennessey; Gunter, Blake, Williams, Taylor; Ledley, Ramsey (64. Crofts), Vaughan, Bale (93. Earnshaw); Morison (82. Robson-Kanu), Bellamy.

Montenegro: Bozovic; Zverotic, Savic, Batak, Balic (83. Jovanovic); Vukcevic, Drincic, Jovetic, Pekovic; Djalovic, Vucinic (77. Delibasic).

Bemerkungen: Montenegro ohne Boskovic, Basa (beide verletzt), Pavicevic (gesperrt). Verwarnungen: 23. Williams, 27. Balic, 36. Vaughan, 38. Drincic, 44. Bellamy, 78. Vukcevic (alle Foul).

Rangliste:

1. England 6/14.

2. Montenegro 6/11.

3. Schweiz 5/5.

4. Bulgarien 6/5.

5. Wales 5/3.

Das Restprogramm

Dienstag, 6. September:

Schweiz - Bulgarien (20.30 Uhr)

England - Wales (20.45 Uhr)

Freitag, 7. Oktober:

Wales - Schweiz (20.45 Uhr)

Montenegro - England (21 Uhr)

Dienstag, 11. Oktober:

Bulgarien - Wales (20.05 Uhr)

Schweiz - Montenegro (20.05 Uhr)

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