Monti will Rekordstrafe von 497 Millionen Euro gegen Microsoft

Aktualisiert

Monti will Rekordstrafe von 497 Millionen Euro gegen Microsoft

Der US-Softwareriese Microsoft muss wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung mit einem Bussgeld von fast 500 Millionen Euro rechnen.

Dies verlautete am Montag aus EU-Kreisen in Brüssel.

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti wolle gegen das Unternehmen die Rekordstrafe in Höhe von 497 Millionen Euro verhängen, hiess es. Es wäre die höchste Strafe, die die Brüsseler Kartellbehörde jemals gegen ein einzelnes Unternehmen verhängt hat.

Bislang war angenommen worden, das Bussgeld gegen den weltweit führenden Software-Hersteller werde zwischen 100 und 200 Millionen Euro liegen.

Wie die deutsche Zeitung «Handelsblatt» am Dienstag berichtet, will Monti seine Entscheidung gegen Microsoft nach vierjährigen Untersuchungen am Mittwoch verkünden.

In der vergangenen Woche waren Montis Verhandlungen mit Microsoft-Vorstandschef Steve Ballmer endgültig gescheitert. Die EU wirft Microsoft vor, der Konzern nutze sein Monopol beim Betriebssystem Windows aus, um seine Anwendungsprogramme besser zu vermarkten. Eine Klage des US-Unternehmens vor dem Europäischen Gerichtshof gilt als sicher.

Die bislang höchste Strafe verhängte die EU-Kartellbehörde mit 462 Millionen Euro im Jahr 2001 gegen den Schweizer Pharmakonzern Hoffmann-La Roche.

(sda)

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