Aktualisiert 11.08.2007 09:54

Morales: Bohrt oder verschwindet

Boliviens Präsident Evo Morales hat die ausländischen Gas- und Ölkonzernen in seinem Land aufgefordert, mehr in Probebohrungen und Produktionsstätten zu investieren. Sonst würden ihnen die Lizenzen entzogen.

Sollten die Unternehmen innerhalb einer bestimmten Frist keine Investitionen tätigen, würden ihre Konzessionen «ohne jegliche Furcht» widerrufen, sagte Morales anlässlich eines Treffens mit seinen Kollegen Nestor Kirchner aus Argentinien und Hugo Chávez aus Venezuela am Freitag in der südbolivianischen Stadt Tarija.

Der linksgerichtete Staatschef Morales hatte die Gas- und Ölvorkommen des Andenstaats im Mai 2006 verstaatlicht. Die grossen Energiekonzerne Petrobras (Brasilien), Total (Frankreich), Repsol (Spanien) und British Gas (BG) mussten ihre Verträge zu ihren Ungunsten neu verhandeln.

Seither weigern sich einige von ihnen, über die Instandhaltung ihrer aktuellen Produktionsstätten hinaus Investitionen zu tätigen. Bolivien verfügt nach Venezuela über die zweitgrössten Erdgasvorkommen Lateinamerikas. (sda)

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