Nach Protesten: Morales stoppt Strassenprojekt
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Nach ProtestenMorales stoppt Strassenprojekt

Nach schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Amazonas-Indianern hat der bolivianische Präsident Morales den Bau einer Strasse durch ein Naturreservat ausgesetzt.

Boliviens Präsident Evo Morales (rechts) musste nach tagelangen Protesten den Bau einer 300 Kilometer langen Strasse durch ein Naturschutzgebiet stoppen.

Boliviens Präsident Evo Morales (rechts) musste nach tagelangen Protesten den Bau einer 300 Kilometer langen Strasse durch ein Naturschutzgebiet stoppen.

Nach Protesten von Ureinwohnern hat der bolivianische Präsident Evo Morales ein umstrittenes Strassenbauprojekt vorerst gestoppt. Der Bau durch einen Naturpark am Amazonas werde zunächst ausgesetzt, solange die nationale Debatte um das Projekt andauere.

Dies erklärte Morales am Montagabend in La Paz. Das Projekt solle solange suspendiert werden, bis die betroffenen Provinzen darüber abgestimmt hätten. Die bolivianische Polizei war am Sonntag mit brutaler Gewalt gegen einen Protestmarsch von Ureinwohnern vorgegangen und hatte damit einen Aufschrei der Empörung und weitere Demonstrationen ausgelöst.

Bei dem Projekt geht es um eine 300 Kilometer lange Strasse durch ein Naturschutzgebiet, in dem 50 000 Amazonas-Indianer leben. Boliviens linksgerichteter Staatschef Morales ist der erste indianische Präsident des südamerikanischen Landes und versteht sich als Verteidiger der Rechte der Ureinwohner. Sein Festhalten an dem umstrittenen Strassenbauprojekt brachte ihm jedoch neue Gegner ein. (sda)

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