Beschützer erstochen: Mord in Namibia – drei Verdächtige in Haft
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Beschützer erstochenMord in Namibia – drei Verdächtige in Haft

Ein Namibier wurde am Montag erstochen, als er verhindern wollte, dass seine Schweizer Freundin vergewaltigt wurde. Die Polizei hat mittlerweile drei Verdächtige verhaftet.

von
vro
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Andreas M. zeltete mit seiner Schweizer Freundin in einem namibischen Nationalpark, als sie von Unbekannten überfallen wurden.

Andreas M. zeltete mit seiner Schweizer Freundin in einem namibischen Nationalpark, als sie von Unbekannten überfallen wurden.

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M. wollte verhindern, dass seine Freundin vergewaltigt wurde. Die Täter stachen daraufhin mit einem Messer auf ihn ein.

M. wollte verhindern, dass seine Freundin vergewaltigt wurde. Die Täter stachen daraufhin mit einem Messer auf ihn ein.

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Ein grausamer Mord hat Namibia erschüttert. Der deutschsprachige Namibier Andreas M.* und seine Schweizer Freundin wurden am frühen Freitagmorgen in ihrem Zelt auf einem Campingplatz im Mudumu-Nationalpark von Unbekannten überfallen. Als M. seine Freundin beschützen wollte, stachen die Täter zu. Mindestens fünfmal, zitiert die «Allgemeine Zeitung» die Polizei.

Kurz darauf konnte ein 29-Jähriger festgenommen werden, der im Verdacht stand, etwas mit dem Mord zu tun zu haben. Die Polizei konnte zudem zwei weitere Verdächtige festnehmen, darunter den Fahrer des Fluchtautos, mit dem die Täter nach der brutalen Attacke durch den Busch geflohen waren. Dabei handle es sich um einen 21-Jährigen und einen 34-Jährigen, schreibt die Zeitung weiter. Sie standen am Dienstag erstmals vor Gericht und müssen sich wegen Entführung, schweren Raubes, Mordes und Körperverletzung verantworten. Auch eine Klage wegen versuchter Vergewaltigung werde geprüft.

Keine Kaution für Verdächtige

Laut der Zeitung war einer der Täter zum Zeitpunkt des Überfalls wegen Vergewaltigung auf Kaution frei. Er gehört zu jenen, die bereits geschnappt wurden. Ein vierter Mann ist noch auf der Flucht, die Polizei sei jedoch davon überzeugt, dass sie ihn bald festnehmen könne.

Den drei bereits Verhafteten sei keine Kaution gewährt worden, sie müssten in Haft bleiben. Die Gerichtsverhandlung wurde auf den 21. September 2015 verschoben.

Ein Täter wollte Schweizerin vergewaltigen

Der Vorfall erschütterte Freunde und Angehörige: M. und seine Freundin wurden in der Nacht von den Tätern im Zelt überfallen. Als sich der 42-Jährige wehren wollte, schlugen sie ihn bewusstlos. Anschliessend raubten sie ihnen verschiedene Wertsachen, fesselten das Paar und brachten es in das Fahrzeug der beiden Opfer.

Als sie losgefahren waren, kam M. wieder zu sich. Laut der «Allgemeinen Zeitung» seien die Täter mit dem Auto stecken geblieben. Daraufhin zerrte einer der Männer die Schweizerin ins Freie, zerriss ihr die Hose und versuchte sie zu vergewaltigen. M. konnte sich von den Fesseln befreien und griff den Täter an, worauf er und sein Komplize mit einem Messer auf ihn einstachen und flüchteten. Die 29-jährige Schweizerin rannte halbnackt und barfuss kilometerweit durch den Busch, bis sie auf Hilfe stiess. M. starb jedoch, bevor diese beim Fahrzeug eintraf.

*Name der Redaktion bekannt

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