«CoD: Modern Warfare»: Mord, Terror, Folter – muss das sein?
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«CoD: Modern Warfare»Mord, Terror, Folter – muss das sein?

Das neuste Kapitel in der «Call of Duty: Modern Warfare»-Reihe ist erschienen. Das musst du über den Ego-Shooter wissen.

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srt

Kontrovers: «Call of Duty: Modern Warfare». (Activision)

Die Serie

Der Titel «Modern Warfare» tauchte das erste Mal 2007 in der «Call of Duty»-Reihe auf. «CoD» ist eine der erfolgreichsten Shooter-Serien. Als Spieler übernimmt man die Rolle eines Soldaten in einem Kriegsszenario. Mit «Modern Warfare» machten die Entwickler klar: In diesem Spiel geht es um moderne Konflikte.

Das neue Spiel

Entwickler Infinity Ward bietet mit dem 16. Ableger einen Reboot der «Modern Warfare»-Serie mit neuer Handlung. Dabei sollen die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und der Spieler wird zu moralisch fragwürdigen Entscheidungen gezwungen. Der Shooter enthält eine Einzelspieler-Kampagne und einen Multiplayer-Modus mit Cross-Play.

Die Story

«Call of Duty» setzt auf Survival-Horror

Die neuste Auflage des Shooter-Klassikers «Call of Duty» kommt mit einigen Neuerungen. Fans dürfen sich vor allem auf mehr Realismus freuen.
(Video: YouTube)

Man kämpft in London gegen Terroristen der Organisation al-Qatala, ist in Georgien in einer Gasfabrik im Einsatz und absolviert mehrere Missionen im fiktiven Land Urzikstan. Letzteres ist ein fiktives Stand-in für den Nahen Osten, weil die Entwickler keiner Nation zu nahe treten wollen. Spielerisch bleibt dieses «Call of Duty» seinen Wurzeln treu, das Abenteuer ist straight und hart. Überraschungen gibt es nur wenige. Immerhin hat Infinity Ward dem Spiel ein grafisches Upgrade verpasst.

Das ist neu

In Rückblenden spielt man mit manchen Charakteren in der Vergangenheit, was die Motive klarer macht. Infinity Ward traut sich zudem im MP, neue Modi ins Rennen zu schicken. Deathmatch kann auf grösseren Karten 20-gegen-20 gespielt werden. Und in Ground War geht «CoD» völlig neue Wege. Hier kämpfen gleich 64 Spieler gegeneinander. Das vertikale Gelände sorgt zudem für neue Möglichkeiten.

Das ist gut

Im Multiplayer probiert Infinity Ward neue Spielideen aus. Auffällig ist auch die neue Audio-Engine. Selten hat man einen so mächtigen Sound gehört. Was viele Einzelspieler-Fans zudem im Vorgänger «Black Ops 4» vermissten, war die Kampagne, die hier ein Comeback feiert. Und: In «Call of Duty: Modern Warfare» gibts tatsächlich weder Season-Pass noch Loot-Boxen, dafür einen Battle-Pass und einen Ingame-Store, der aber vor allem Gear-Kosmetik beinhaltet.

Das ist weniger gelungen

Die Missionen sind etwas gar linear, Überraschungen und Blockbuster-Momente fehlen völlig. Fragwürdig ist aber vor allem der Härte- und Realismusgrad, den das Spiel an den Tag legt. Übertriebene Gewaltdarstellung mit Folter und Mord an Kindern und Zivilisten, Kinder, die zur Waffe greifen – ja, so ist Krieg. Aber will man das spielen?

Das ist kontrovers

Im Verlauf des Spiels geht der moralische Kompass mehrfach verloren. Die in die Kampagne eingebauten Schock-Momente sind ein sensibles Thema. Szenen, in denen Soldaten Entscheidungen über Leben oder Tod treffen müssen, sind oft schwer zu ertragen. Laut Entwickler sind die Szenen mit Ex-Soldaten entstanden, die über ihre Erlebnisse in Kriegsgebieten berichteten. Besser macht das die Sache nicht.

Das Fazit

«Call of Duty: Modern Warfare» ist ein starker Shooter. Insgesamt kommt das Spiel erwachsener und taktischer daher. Die Kampagne ist eine gelungene Mischung aus Altbewährtem und sinnvollen Neuerungen. Dazu gesellt sich ein Multiplayer mit gelungenem Gameplay und neuen Multiplayerkarten. Zu guter Letzt ergänzt der Koop-Modus das Spiel um eine Mischung aus den anderen Modi. Zu reden geben werden die Kriegsszenen mit Mord, Terror und Folter gegen Zivilisten und Kinder. Ob man so etwas in einem Game sehen und spielen möchte, muss jeder selbst entscheiden.

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