Aktualisiert 15.08.2013 11:36

Junge Grüne SolothurnMorddrohung - weil sie Asylbewerbern helfen

Mitglieder der Jungen Grünen unterstützten den Protest der Asylbewerber gegen ihre Unterkunft in Solothurn. Jetzt werden sie bedroht.

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Die Jungen Grünen Solothurn wollen nach einer anonymen Morddrohung eine Anzeige gegen Unbekannt einreichen. Die Jungpartei erhielt die Drohung nach eigenen Angaben per E-Mail. Exponenten hatten die protestierenden Asylbewerber auf dem Bahnhofplatz Solothurn unterstützt.

Eine solche Drohung könne nicht toleriert werden, teilten die Jungen Grünen Solothurn am Donnerstag mit. Der Inhalt der Drohung richte sich gegen Asylsuchende, gegen die Jungen Grünen und gegen alle, die Asylbewerber unterstützen würden.

So lebt es sich im abgelegensten Asylzentrum

Die anonyme Morddrohung habe man am Dienstag an die Info-Mailadresse der Partei erhalten, sagte Vizepräsident Christof Schauwecker auf Anfrage. Das E-Mail sei über einen Schweizer Provider verschickt worden.

Mitglieder der Jungen Grünen hatten die zehn Asylbewerber unterstützt, die mehrere Tage auf dem Vorplatz des Bahnhofs Solothurn campiert hatten. Die Männer protestierten gegen ihre Unterbringung in der Zivilschutzanlage in Kestenholz SO.

Die Polizei löste das Camp am vergangenen Dienstagmorgen auf. Das kantonale Amt für soziale Sicherheit (ASO) verteilte die Männer auf verschiedene Unterkünfte.

Gemäss Schauwecker halfen die Jungen Grünen den Asylbewerbern, die Plakate zu schreiben. Auch habe man Tee, Kaffee und Wolldecken vorbeigebracht. Asylsuchende sollten nicht für längere Zeit in Zivilschutzanlagen untergebracht werden, sagte Schauwecker. (zum/sda)

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