17.07.2016 21:45

Start verschobenMorddrohungen gegen «No Man's Sky»-Macher

«No Man's Sky» gehört zu den meisterwarteten Spielen des Jahres. Das Warten geht allerdings weiter – was einige Fans Amok laufen lässt.

von
rtl
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Grund zur Freude: Am 10. August soll «No Mans Sky» endlich erscheinen. Das Spiel hat Gold-Status, was bedeutet: Alle Inhalte sind fertiggestellt.

Grund zur Freude: Am 10. August soll «No Mans Sky» endlich erscheinen. Das Spiel hat Gold-Status, was bedeutet: Alle Inhalte sind fertiggestellt.

Hello Games
Das mit Spannung erwartete Open-World-Abenteuer hatte sich immer wieder verzögert.

Das mit Spannung erwartete Open-World-Abenteuer hatte sich immer wieder verzögert.

Hello Games
Mit seinen 18 Trillionen Planeten bietet das Game eine nie zuvor gesehene Fülle an Welten.

Mit seinen 18 Trillionen Planeten bietet das Game eine nie zuvor gesehene Fülle an Welten.

Hello Games

Neue Welten, faszinierende Kreaturen und endlose Weiten mit 18 Trillionen Planeten – das verspricht das Science-Fiction-Abenteuer «No Man's Sky» von Entwickler Hello Games. Endlos kommt den Fans bis jetzt aber vor allem etwas vor: die Warterei auf den angekündigten Open-World-Hit.

Ende März wurde das Spiel in London ausgewählten Journalisten vorgestellt. Dabei hiess es, das Game werde im Juni lanciert. Kurz darauf wurde das Releasedatum auf Juli verschoben – und nun wurde «No Man's Sky» erneut verschoben: Am 10. August soll es definitiv so weit sein. Käufer in den USA dürfen einen Tag früher zugreifen.

Hohe Erwartungen

Als Grund für die Verspätung gibt Entwickler Sean Murray Nachbesserungen und Fehlerbehebungen an. Man wolle den hohen Erwartungen an das Spiel gerecht werden und kein unfertiges Produkt abliefern, so der Hello-Games-Chef. Tatsächlich wirkte das Game bei der Präsentation in London faszinierend, aber auch noch nicht ganz ausgereift.

Die mehrfache Verschiebung des Indie-Hits ist in der Szene nicht nur gut aufgenommen worden. Im Gegenteil: Nicht nur Game Director Sean Murray hat laut eigenen Angaben mehrere Morddrohungen erhalten, sogar Überbringer der schlechten Nachrichten wie der amerikanische Game-Journalist Jason Schreier wurde von einem Fanatiker mit konkreten Drohungen gegen Leib und Leben eingedeckt.

«Dein Artikel hat mich sehr wütend gemacht», lässt ihn der Fan per Twitter wissen. Offenbar habe Schreier Todessehnsucht. Und weiter: «Wir werden dich finden. Fürchte dich, wir kriegen dich.» Der Journalist seinerseits kommentierte den Tweet nur lakonisch mit den Worten: «So ist es heutzutage also, über Videogames im Internet zu schreiben.»

Kein Einzelfall

Morddrohungen von enttäuschten Fans gibt es in der Gameszene immer wieder. So wurden Entwickler bei Ninja Theory wegen des angekündigten Reboots von «Devil May Cry» genauso bedroht wie Mitarbeiter von Oculus Rift, nachdem die Firma von Facebook gekauft worden war. Verbürgt ist auch der Fall der kanadischen Videobloggerin Anita Sarkeesian, die sich mit der Rolle von Frauen in Games beschäftigt und mehrere öffentliche Auftritte wegen Morddrohungen absagen musste.

Bei «No Man's Sky» nimmt man die Drohungen derzeit noch mit Humor. Bei ihm zuhause sehe es aus wie im Kinohit «Home Alone», witzelte Sean Murray.

Gute News von Hello Games gibts übrigens auch: «No Man's Sky» hat inzwischen Gold-Status erreicht, alle Inhalte sind fertiggestellt. Das Spiel wird nur 6 Gigabyte Speicher brauchen und am 10. August definitiv erscheinen. Sofern es nicht wieder verschoben wird.

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