Davos – Morddrohungen sorgen für Absage des Open Forums am WEF
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DavosMorddrohungen sorgen für Absage des Open Forums am WEF

Wie der Direktor des WEF an einer Informationsveranstaltung mitteilt, wird das Open Forum in diesem Jahr nicht stattfinden. Grund: Morddrohungen gegen Mitarbeitende.

von
Vincent Vogler
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Das Open Forum des WEF wird kommendes Jahr nicht stattfinden.

Das Open Forum des WEF wird kommendes Jahr nicht stattfinden.

imago/Xinhua
Grund dafür ist neben Corona auch, dass mehrere Mitarbeitende täglich Morddrohungen erhalten haben sollen.

Grund dafür ist neben Corona auch, dass mehrere Mitarbeitende täglich Morddrohungen erhalten haben sollen.

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Darum gehts

  • Das WEF und auch dessen Mitarbeitende sind laut dem Direktor des Events in das Fadenkreuz von Verschwörungstheoretikern geraten.

  • Morddrohungen seien an der Tagesordnung.

  • Das normalerweise frei zugängliche Open Forum kann unter anderem aus diesen Gründen kommendes Jahr nicht stattfinden.

  • Es wird nur der Sicherheitsbereich des WEF geöffnet sein.

  • Die Sicherheitsvorkehrungen wurden dort erhöht.

Der Direktor des World Economic Forum (WEF), Alois Zwinggi, gab am Mittwochabend, an einer öffentlichen Veranstaltung, einen Ausblick darüber, was im Januar 2022 am WEF zu erwarten ist. Wie die «Südostschweiz» schreibt, geht er davon aus, dass die Grossveranstaltung trotz Pandemie stattfinden kann: «Wir haben kein Alternativdatum im Kalender», sagt Zwinggi. Es ist also davon auszugehen, dass das WEF wie angekündigt vom 17. bis 22. Januar 2022 stattfinden wird.

Morddrohungen an der Tagesordnung

Die Durchführung des jeweils parallel stattfinden Open Forum ist jedoch gestrichen. Grund dafür ist aber für ein Mal nicht nur Corona, sondern es gibt auch andere erschreckende Gründe: Offenbar sind die Organisatoren des WEF ins Fadenkreuz von Verschwörungstheoretikern geraten, wie Zwinggi sagt. «Morddrohungen sind an der Tagesordnung, es wurde ungemütlich», fügt er an. Die Drohungen richten sich vor allem an Mitarbeitende des WEF. Da man die Sicherheit der Menschen nicht gewährleisten könne, musste man sich dazu entscheiden das Open Forum abzusagen, erklärt Zwinggi.

Geimpft und getestet

Damit sich die Teilnehmenden des WEF trotz der Drohungen sicher fühlen können, wurden die Zugangsregeln und Corona-Massnahmen in der Sicherheitszone in diesem Jahr nochmals erweitert. Wer keinen WEF-Ausweis besitzt, setzt keinen Fuss in das Event-Areal. Um auch die Gesundheit der Teilnehmenden sicherzustellen, haben die Veranstalter ein Konzept ausgearbeitet. Dieses besagt, dass alle Teilnehmer, welche Zutritt zur Sicherheitszone haben, doppelt geimpft sein müssen und sich wiederholt testen lassen müssen.

Open Forum – die zugängliche Veranstaltung

Das Open Forum soll laut eigenen Angaben zum Dialog zwischen den Entscheidungsträgern und der Bevölkerung beitragen. Es findet seit jeweils zur selben Zeit wie das WEF ebenfalls in Davos statt, in der Aula der Schweizerischen Alpinen Mittelschule, welche nicht zur Sicherheitszone des WEFs gehört. Dort haben normalerweise alle freien Zutritt, können einen Einblick in das Event gewinnen und sich mit teilweise hochrangigen Politikern und Wissenschaftlern austauschen. Im Jahr 2022 wird die Plattform für den Dialog nicht ermöglicht (siehe Haupttext).

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BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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