Mordlust und Sexbesessenheit: Hände weg vom Hanf!
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Mordlust und Sexbesessenheit: Hände weg vom Hanf!

Im schrillen Film-Musical «Reefer Madness», das jetzt in die Schweizer Kinos kommt, spielt eine teuflische Droge die Hauptrolle: Marijuana. Unfreiwillig komisch und genial ist auch das Original aus dem Jahr 1936.

«Reefer Madness» war ein erfolgreiches Broadway-Musical, das im Jahr 2005 verfilmt wurde. Die musikalische Komödie ist eine brilliante und sehenswerte Satire auf den gleichnamigen Anti-Haschisch-Streifen aus dem Jahr 1936.

Doch auch das Original hat es in sich - aus heutiger Sicht betrachtet ist der moralische Streifen unfreiwillig komisch, eine Realsatire. Der Film stammt aus einer Zeit, in der die USA eine beispiellose Kampagne gegen das Rauschmittel Hanf durchführten. Entsprechend abstrus sind die in «Reefer Madness» vorgebrachten Argumente gegen den Konsum von Haschisch.

Im Film führt ein ernster Rektor einer Schule besorgten Eltern vor, welch teuflische Wirkung die Droge haben kann. Skandalös: Hanf verwandelt sittsame junge Menschen in fröhlich tanzende Wesen, die ihr Leben in verrauchten Jazzkellern verbringen. Noch skandalöser: Hanf veranlasst seine Konsumenten dazu, über Mitmenschen des anderen Geschlechts herzufallen - und das sogar auf Sofas. Und - es ist nicht zu fassen - Hanf macht Menschen derart aggressiv, dass sie zu mordenden Monstern werden.

Aber sehen Sie selbst: Bilder aus dem Original können Sie in unserer Bildstrecke betrachten.

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