Aktualisiert 06.04.2005 21:26

Mordopfer nach elf Jahren aufgetaucht

Der Chinese She Xianglin wurde beschuldigt, seine Frau Zhang umgebracht zu haben. Dafür sass er elf Jahre im Knast. Jetzt ist die Frau wieder aufgetaucht.

Der am 1. April aus dem Gefängnis entlassene She Xianglin sagte Medienberichten zufolge aus, man habe ihn nach seiner Verhaftung zehn Tage lang nicht schlafen lassen, bis

er schliesslich ein Geständnis unterzeichnet habe.

Der Verdacht gegen She stützte sich auf eine äusserst dürftige Beweislage: Seine Frau Zhang Zaiyu war 1994 plötzlich verschwunden, kurz darauf wurde in einem Wasserreservoir in seinem Wohnort eine stark verweste Frauenleiche gefunden.

Obwohl die Leiche niemals eindeutig identifiziert wurde, wurde She zum Tode verurteilt. Ein Berufungsgericht wandelte die Todesstrafe dann aber in eine 15-jährige Freiheitsstrafe um.

Vor wenigen Tagen dann die Wende: Ehefrau Zhang tauchte quicklebendig wieder in ihrem Heimatort auf, um die gemeinsame Tochter des Paares zu besuchen. Den Berichten zufolge hatte sie ihren Mann vor elf Jahren ohne Benachrichtigung verlassen und war in eine Nachbarprovinz gegangen, wo sie wieder heiratete.

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