Nach Twitter-Eklat: Morganella wird nach Hause geschickt
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Nach Twitter-EklatMorganella wird nach Hause geschickt

Michel Morganella ist bei Olympia nicht länger erwünscht. Weil der Fussballer nach der 1:2-Pleite die Südkoreaner via Twitter beleidigt hat, wird er von Swiss Olympic nach Hause gschickt.

von
pre

Swiss Olympic hatte gar keine andere Wahl mehr: Nach Michel Morganellas Twitter-Attacke gegen die Sükoreaner musste man den Nati-Verteidiger nach Hause schicken. Nur so konnte man verhindern, dass das IOC eingreift.

«Michel Morganella hat mit äusserst beleidigenden Äusserungen auf seinem Twitter-Kanal die südkoreanische Bevölkerung und das südkoreanische Fussballteam aufs Tiefste beleidigt und diskriminiert. Wir verurteilen diese Äusserungen, die der olympischen Charta des IOC und der Ethik-Charta von Swiss Olympic aufs Gröbste widersprechen, und haben Morganella deshalb die Akkreditierung in Absprache mit dem Schweizerischen Fussballverband entzogen», begründete Gian Gilli, Chef de Mission der Schweizer Olympia-Delegation London 2012.

Morganella fliegt am Montagabend

Morganella twitterte auf seinem Account nach der sonntäglichen 1:2-Pleite gegen die Asiaten: «Ich könnte alle Südkoreaner verprügeln. Geht euch alle abfackeln.» Geschrieben war der Gruss nach Südkorea in der französischen Jugendsprache Verlan, bei der einige Buchstaben vertauscht werden.

Zwar entschuldigte sich Morganella umgehend für seine Entgleisung und seine Twitter- und Facebook-Accounts wurden gesperrt, doch es war bereits zu spät. Zu gross war der Aufruhr. SFV-Sprecher Marco von Ah kündigte um die Mittagszeit «harte Sanktionen» an. Um 18 Uhr gab der Schweizer Missionschef Gian Gilli bekannt, dass Morganella die Heimreise antreten muss. Bereits heute Abend wird der Mittelfeldspieler den Flieger besteigen.

«Ich trage die Konsequenzen»

Morganella akzeptiert den Entscheid von Swiss Olympic. «Nach dem enttäuschenden Resultat und den folgenden Reaktionen aus Korea habe ich einen grossen Fehler begangen. Es tut mir aufrichtig Leid für die Menschen in Südkorea, für die Fussballer, aber auch für die Schweizer Delegation und den Schweizer Fussball im Allgemeinen. Selbstverständlich trage ich die Konsequenzen.»

Auf ähnliche Art hatten übrigens vor wenigen Tagen schon die Griechen reagiert, als die Dreispringerin Voula Papachristou via Twitter rassistische Beleidigungen verbreitete.

(pre/si)

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