Phil Collins: «Morgens um 11 die erste Flasche Wein»

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Phil Collins«Morgens um 11 die erste Flasche Wein»

Anlässlich der Wiedervereinigung von Genesis für ein TV-Special blickt Phil Collins auf sein Leben zurück. Und das ist alles andere als glamourös.

von
ink

Als Schlagzeuger von Genesis wurde er berühmt, als Sänger derselben Band dann auch reich: Phil Collins' Leben wirkt auf Aussenstehende wie ein Traum. Doch hinter den Kulissen schien für den Musiker nicht immer die Sonne. Während sich seine alte Band für einen Fernsehauftritt auf dem britischen Sender BBC2, der am Samstag, 4. Oktober ausgestrahlt wird, wieder zusammengefunden hat, wagt Phil Collins einen Blick in die Vergangenheit und teilt ihn mit den Zuschauern. Die britische Zeitung «Mirror» konnte die Sendung schon vorabsehen.

Und dieser Einblick ist düster: Drei gescheiterte Ehen, gesundheitliche Probleme und Einsamkeit plagen den 63-Jährigen. Als sein Sohn Matthew geboren wurde, ging der Sänger offiziell in Rente, um sich um seine insgesamt fünf Kinder zu kümmern. «Aber dann passieren Dinge, die man nicht kontrollieren kann. Plötzlich hast du eine Scheidung am Hals», erzählt Collins im TV-Special.

Alkohol und Depressionen

Seine Exfrau Orianne zog mit den Kindern nach Miami. «Ich war also in Rente und hatte die Kinder nicht mehr. Also stand ich morgens auf, schaute Fernsehen und trank schon morgens um 11 die erste Flasche Wein», offenbart er weiter. Sein Arzt habe ihn dazu angehalten, aufzuhören. Dabei könne er ihm helfen - einen Grund, morgens aufzustehen, könne er ihm aber nicht liefern, so Collins im Interview: «Ich trinke jetzt seit 18 Monaten nicht mehr. Aber einen Grund, morgens aufzustehen, suche ich immer noch.»

Das klingt nach einem verbitterten Leben, das der Genesis-Drummer zu führen scheint. Laut «Mirror» soll Collins sogar in Depressionen verfallen sein. Neben der Scheidung waren auch gesundheitliche Probleme schuld: Der Sänger litt an mehreren Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und musste sich einer Operation am Halswirbel unterziehen, die ihm das Gefühl im linken Arm raubte. So kann er nicht mehr richtig Schlagzeug spielen: «Vor ein paar Wochen habe ich es mal wieder versucht. Aber es war, als ob mein linker Arm und meine linke Hand zu jemand anderem gehören würden. Es ist frustrierend.»

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