Aktualisiert 14.07.2009 13:06

«Jud Süss - Film ohne Gewissen»Moritz Bleibtreu als Nazi-Grösse Goebbels

Moritz Bleibtreu spielt Joseph Goebbels: In «Jud Süss - Film ohne Gewissen» - so lautet der Arbeitstitel eines Historiendramas, das Regisseur Oskar Roehler in Köln inszeniert.

von
tom

Das Drehbuch schrieb Roehler zusammen mit Klaus Richter («Comedian Harmonists») und Franz Novotny. Es wurde durch das Buch «Ich war Jud Süss - Die Geschichte des Filmstars Ferdinand Marian» von Prof. Friedrich Knilli inspiriert.

Im Mittelpunkt steht der Schauspieler Ferdinand Marian (Tobias Moretti), der 1939 den grossen Karrieresprung witterte, zunächst doch zögerte und schliesslich von Hitlers Reichspropagandaleiter Joseph Goebbels persönlich dazu gedrängt wurde, die Titelrolle zu übernehmen. Zu spät erkennt er seine auswegslose Lage als Teil einer perfekt geplanten und von Regisseur Veit Harlan (Justus von Dohnanyi) umgesetzten Propagandawaffe des Regimes gegen die Juden. Der Film wurde 1940 im Rahmen der deutsch-italienischen Filmwoche in Venedig uraufgeführt. Mindestens 20 Millionen Zuschauer sahen europaweit diesen Film - «ein antisemitischer Film, wie wir ihn uns nur wünschen können», befand Goebbels damals.

Armin Rohde wird als Heinrich George zu sehen sein, Martina Gedeck als Anna Marian. Paula Kalenberg mimt die schwedische Schauspielerin Kristina Söderbaum - ein Filmstar des Naziregimes. In Nebenrollen treten Ralf Bauer («Der alte Affe Angst»), Robert Stadlober («Krabat»), Heribert Sasse («Balkan Traffic - Übermorgen nirgendwo»), Martin Butzke («Shoppen»), Milan Peschel («Free Rainer») und Erika Marozsán («Ein Lied von Liebe und Tod - Gloomy Sunday») auf.

Der Film soll 2010 in die Kinos kommen.

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