Moschee mit Hakenkreuzen verunstaltet
Aktualisiert

Moschee mit Hakenkreuzen verunstaltet

Zu Beginn des Ramadan wurden mehrere Moscheen Ziel rassistischer Übergriffe. In Frankreich wurde eine Moschee mit Hakenkreuzen beschmiert. Auch in Russland wurde ein islamisches Gottehaus mit Molotow-Cocktails beworfen.

In Quimper in der Bretagne setzten Unbekannte ein muslimisches Gotteshaus in Brand und beschmierten das Gebäude mit Hakenkreuzen. Im südfranzösischen Carcassone wurden rassistische Sprüche auf die Wände einer Moschee geschmiert.

Ein Passant alarmierte die Feuerwehr in Quimper, als er die Hakenkreuze und Flammen in der Moschee entdeckte. Die Brandstifter stiegen offenbar durch ein Fenster ein und legten an vier verschiedenen Stellen Feuer, der Sachschaden war jedoch relativ gering.

Die Staatsanwaltschaft nahm in beiden Fällen Ermittlungen auf. Für die Muslime in Frankreich begann am Sonntag der Fastenmonat Ramadan.

Benzinbomben in Moschee in Russland

Eine Moschee in Russland wurde am Sonntagmorgen mit Benzinbomben angegriffen, wie die grösste muslimische Organisation des Landes mitteilte. Unbekannte hätten ein Fenster der Moschee in Jaroslawl 240 Kilometer nordöstlich von Moskau eingeworfen und drei Molotowcocktails in das Gebäude geschleudert, berichtete der Rat der Muftis auf seiner Web-Site.

Mehrere in der Nähe geparkte Autos seien ebenfalls beschädigt worden. Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte den Vorsitzenden der örtlichen islamischen Organisation, wonach zum Zeitpunkt des Angriffs in der Moschee gebetet wurde. Verletzt worden sei jedoch niemand. (dapd)

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