Aktualisiert 11.10.2017 15:41

Stadt ZürichMoschee-Schütze – «keine islamfeindliche Absicht»

Das Verfahren gegen den jungen Schweizer, der in einer Zürcher Moschee mehrere Schüsse abgefeuert hatte, wurde eingestellt. Er hatte sich nach der Tat das Leben genommen.

1 / 19
Die Polizei hat das Gebiet um die Eisgasse am Montagabend, 19. Dezember 2016, abgesperrt.

Die Polizei hat das Gebiet um die Eisgasse am Montagabend, 19. Dezember 2016, abgesperrt.

20 Minuten
In einem muslimischen Gebetszentrum ist es zu einer Schiesserei gekommen. Der mutmassliche Täter war zu jenem Zeitpunkt auf der Flucht.

In einem muslimischen Gebetszentrum ist es zu einer Schiesserei gekommen. Der mutmassliche Täter war zu jenem Zeitpunkt auf der Flucht.

20 Minuten
Das Gebetszentrum befindet sich unweit der Europaallee und des Hauptbahnhofs.

Das Gebetszentrum befindet sich unweit der Europaallee und des Hauptbahnhofs.

google street view

«Es fanden sich keine Hinweise auf Mittäter oder Auftraggeber», teilt die Zürcher Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Der 24-Jährige, der am 19. Dezember 2016 in einer Zürcher Moschee um sich geschossen und zuvor einen Bekannten auf einem Spielplatz in Schwamendingen erstochen hatte, war Einzeltäter und hatte keine islamfeindliche Absicht.

Bezüglich einem möglichen Motiv hätten die Abklärungen der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft IV ergeben, dass der Beschuldigte persönliche Probleme hatte, ein Einzelgänger war und sich intensiv mit Satanismus und Okkultismus befasst hatte.

Verfahren eingestellt

Der 24-jährige Schweizer mit Wurzeln in Ghana hatte sich kurz nach der Schiesserei im Somalisch Islamischen Zentrum in Zürich - bei der drei Personen schwer verletzt wurden - das Leben genommen. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb am 27. September 2017 das Verfahren eingestellt.

Ihm wurde zudem vorgeworfen, einen Bekannten am Wochenende des 17. und 18. Dezember auf einem Spielplatz in Zürich-Schwamendingen erstochen zu haben. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.