Moshammer-Chauffeur: Er war ein Stasi-Agent

Aktualisiert

Moshammer-Chauffeur: Er war ein Stasi-Agent

Die deutsche «Bild»-Zeitung outet den Fahrer des ermordeten Modedesigners Moshammer als ehemaligen Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes der DDR.

Der Name des Chauffeurs von Rudolph Moshammer tauche nach Informationen von «Bild» in einer Liste von Stasi-Mitarbeitern auf.

Die Zeitung stellt fest, der Diensteinheitsschlüssel weise auf einen Bereich hin, der Spionage in diplomatischen Einrichtungen, Handelsvertretungen und Firmen der DDR im Ausland betrieben hat, wie der Onlinedienst netzeitung.de berichtet.

Ausserdem habe der Chauffeur bei der Stasi 15.390 Mark jährlich verdient. Nach der Wende sei der gelernte Maler zunächst arbeitslos gewesen. Später habe er als Fahrer für eine Baufirma gearbeitet, bevor er in München Moshammer kennen lernte.

Andreas K. habe die Vorwürfe zunächst abgestritten, dann aber eingeräumt, dass er für den Staatssicherheitsdienst als Fahrer tätig gewesen sei, so der Bericht.

O-Ton Andreas K.: «Ich habe hohe Tiere von der Stasi gefahren. Ich habe niemanden ausspioniert, war auch bei Einsätzen nicht dabei. Ich habe immer den Chef gefahren - zu geheimen Treffen.»

Live-Übertragung der Beerdigung

Die Trauerfeier für den ermordeten Modemacher Rudolph Moshammer am Samstag wird live im Fernsehen übertragen und zwar vom deutschen Fernsehsender Sat1.

Wie der Privatsender weiter mitteilte, werden Moderatorin Bettina Cramer und die Klatsch-Expertin Sybille Weischenberg durch die Sendung führen. Diese trägt den Namen «Blitz spezial: Abschied von Rudolph Moshammer» und dauert von 9.45 Uhr bis etwa 14.00 Uhr.

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