Wegen Transitbeschränkungen: Moskau droht Litauen mit «schweren negativen Auswirkungen»
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Wegen TransitbeschränkungenMoskau droht Litauen mit «schweren negativen Auswirkungen»

Litauen verbietet seit Samstag den Bahntransit von Waren, die der Westen sanktioniert, über sein Territorium. Nun droht Russland mit Vergeltungsmassnahmen. 

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Der Kreml droht Litauen mit schweren Folgen, sollte es die Transitbeschränkungen gegenüber der zu Russland gehörenden Ostsee-Exklave Kaliningrad nicht aufheben.

Der Kreml droht Litauen mit schweren Folgen, sollte es die Transitbeschränkungen gegenüber der zu Russland gehörenden Ostsee-Exklave Kaliningrad nicht aufheben.

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Der russische Sicherheitsratschef Nikolai Patruschew drohte, Moskau werde auf solche «feindlichen Handlungen» mit Gegenmassnahmen antworten.

Der russische Sicherheitsratschef Nikolai Patruschew drohte, Moskau werde auf solche «feindlichen Handlungen» mit Gegenmassnahmen antworten.

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«Deren Folgen werden schwere negative Auswirkungen auf die Bevölkerung Litauens haben», so Patruschew.

«Deren Folgen werden schwere negative Auswirkungen auf die Bevölkerung Litauens haben», so Patruschew.

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Darum gehts

Die Moskauer Führung hat Litauen mit schweren Folgen für die eigene Bevölkerung gedroht, sollte das Land nicht die Transitbeschränkungen gegenüber der zu Russland gehörenden Ostsee-Exklave Kaliningrad einstellen.

Moskau werde auf solche «feindlichen Handlungen» mit Gegenmassnahmen antworten, sagte der russische Sicherheitsratschef Nikolai Patruschew am Dienstag laut der Agentur Interfax bei einem Besuch in Kaliningrad. «Deren Folgen werden schwere negative Auswirkungen auf die Bevölkerung Litauens haben.»

Patruschew, der als einer der engsten Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin gilt, traf sich in Kaliningrad mit dem dortigen Gouverneur Anton Alichanow. Er leitete auch eine Sitzung zu Fragen der Transportsicherheit in der Region.

Bis zur Hälfte aller Transitgüter betroffen

Litauen hat seit Samstag den Bahntransit von Waren über sein Territorium nach Kaliningrad verboten, die auf westlichen Sanktionslisten stehen. Laut Alichanow betrifft dies 40 bis 50 Prozent aller Transitgüter, darunter Baumaterialien und Metalle.

Der Kreml kritisierte diese Beschränkungen bereits am Montag als «illegal» und drohte Gegenmassnahmen an. Das Aussenministerium berief sowohl den diplomatischen Vertreter Litauens als auch den EU-Botschafter in Moskau ein. 

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