Invasion in der Ukraine: Moskau verärgert – Westen verlängere den Krieg «bis zum letzten Ukrainer» 

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Invasion in der UkraineMoskau verärgert – Westen verlängere den Krieg «bis zum letzten Ukrainer» 

Russland und die Ukraine sprechen von einer neuen Phase des Krieges. Der russische Verteidigungsminister beklagt den «wachsenden Umfang ausländischer Waffenlieferungen». 

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Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu zeigt sich verärgert über die westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine.  

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu zeigt sich verärgert über die westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine.  

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«Der wachsende Umfang ausländischer Waffenlieferungen zeigt ihre Absicht, das Kiewer Regime zum Kampf bis zum letzten Ukrainer zu provozieren», sagte er am Dienstag.

«Der wachsende Umfang ausländischer Waffenlieferungen zeigt ihre Absicht, das Kiewer Regime zum Kampf bis zum letzten Ukrainer zu provozieren», sagte er am Dienstag.

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Der russische Aussenminister Sergej Lawrow sagte in einem Interview des indischen Fernsehens zum Kriegsgeschehen in der Ukraine, es gebe «eine weitere Phase dieser Operation».

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow sagte in einem Interview des indischen Fernsehens zum Kriegsgeschehen in der Ukraine, es gebe «eine weitere Phase dieser Operation».

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Darum gehts

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat dem Westen vorgeworfen, mit weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine den Krieg in die Länge zu ziehen. «Die USA und die von ihnen kontrollierten westlichen Länder tun alles, um die militärische Spezialoperation zu verzögern», sagte Schoigu nach Angaben der Agentur Interfax am Dienstag in Moskau.

«Der wachsende Umfang ausländischer Waffenlieferungen zeigt ihre Absicht, das Kiewer Regime zum Kampf bis zum letzten Ukrainer zu provozieren», sagte er weiter. Shoigu macht damit insbesondere den Westen dafür verantwortlich, dass die russische Invasion bisher schleppend und ohne nennenswerte militärische Erfolge verläuft.  Der ukrainische Präsident Selenski fordert den Westen seit Beginn der Invasion unermüdlich zu Lieferungen von schweren Waffen auf

Lawrow spricht von «weiterer Phase dieser Operation»

Zugleich kündigte Sergej Schoigu an, die Streitkräfte würden «ihren Plan zur Befreiung der Volksrepubliken Donezk und Luhansk konsequent erfüllen». Der russische Aussenminister Sergej Lawrow sagte in einem Interview des indischen Fernsehens zur Invasion in der Ukraine, es gebe «eine weitere Phase dieser Operation». Es gehe darum, die «vollständige Befreiung der Republiken Donezk und Luhansk» zu erreichen, fügte er in dem Interview an, das am Dienstag ausgestrahlt wurde.

Die Front des russischen Militärs in der Ukraine soll derzeit 480 Kilometer lang sein und sich von Nordosten bis in den Südosten der Ukraine erstrecken. Die russischen Truppen wollen offenbar die ukrainischen einkesseln, indem sie aus dem Norden und Süden vorrücken.

Selenski antwortet – «Wir werden uns verteidigen»

Der ukrainische Generalstab teilte am Dienstag mit: «Die Okkupanten haben einen Versuch unternommen, unsere Verteidigung fast an der gesamten Frontline in den Regionen Donezk, Luhansk und Charkiw zu durchbrechen». Sie wollten die Regionen Luhansk und Donezk vollständig unter ihre Kontrolle bringen. Ausserdem hätten die Russen die Blockade und den Beschuss von Mariupol fortgesetzt und auch andere Städte mit Raketen angegriffen.

Laut ukrainischer Seite läuft der Grossangriff im Osten seit Montag. So erklärte der ukrainische Präsident Selenski: «Ein sehr grosser Teil der ganzen russischen Armee wird nun für diese Offensive verwendet.» Er fügte an: «Egal wie viele russische Truppen dorthin gebracht werden, wir werden kämpfen. Wir werden uns verteidigen.»

Beschäftigt dich oder jemanden, den du kennst, der Krieg in der Ukraine?

Hier findest du Hilfe für dich und andere:

Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine (Staatssekretariat für Migration)

Kriegsangst?, Tipps von Pro Juventute

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Anmeldung und Infos für Gastfamilien:

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(dpa/afp/fis)

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