Mosley-Prozess bald zu Ende
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Mosley-Prozess bald zu Ende

Nach wochenlanger Schlammschlacht mit intimen Details steht der Prozess von FIA-Chef Max Mosley gegen die britische Boulevardzeitung «News of the World» vor dem Abschluss.

Richter David Eady erklärte nach dem Schlussplädoyer der Verteidigung am Montag, er rechne mit einem Urteil in der kommenden Woche. Seine Entscheidung dürfte enorme Auswirkungen auf das Recht britischer Medien auf Berichterstattung über Privatangelegenheiten haben.

Mosley verklagte die «News of the World» wegen Verletzung seiner Privatsphäre. Das Boulevardblatt hatte ein Sexvideo veröffentlicht, das Mosley bei sexuellen Handlungen mit fünf Prostituierten zeigen soll.

Seine Position als Chef des Autoweltverbandes (FIA) und sein Verhalten hätten die Geschichte zu einem Thema öffentlichen Interesses gemacht, argumentierte die «News of the World». Ihr Anwalt Mark Warby erklärte am Montag, im Zentrum des Streits stehe «die grundlegende Bedeutung einer freien Presse in einer demokratischen Gesellschaft - einer freien Presse, die Dinge sagen darf, die schockieren und verletzen».

Während des Prozesses hatten neben Mosley vier der von ihm bezahlten Prostituierten ausgesagt. Der 68-Jährige führt die FIA seit 1994, seine vierte Amtszeit läuft noch bis zum Oktober kommenden Jahres. (dapd)

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