FCB-Coach Yakin: «Motiviert, gleich gegen Luzern zu spielen»

Aktualisiert

FCB-Coach Yakin«Motiviert, gleich gegen Luzern zu spielen»

Murat Yakin wird beim FC Basel als Nachfolger von Heiko Vogel präsentiert. Dass er beim ersten Spiel ausgerechnet zu seinem alten Verein nach Luzern muss, bezeichnet er als motivierend.

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Etwas überraschend gehen der FC Basel und Trainer Heiko Vogel per sofort getrennte Wege. Für den 36-jährigen Deutschen übernimmt der Mitte August in Luzern entlassene Murat Yakin. Dieser hat einen Vertrag bis 2014 unterschrieben und soll den amtierenden Meister auf die Erfolgsspur zurückführen.

«Die Leistungsentwicklung der Mannschaft ist eine Kombination aus Mentalem, Sportlichem und Erfolg. In keinem dieser Bereiche haben wir eine Besserung festgestellt», äusserte sich FCB-Präsident Bernhard Heulser zu den Beweggründen der Entlassung von Heiko Vogel. Der Entscheid sei aber keinesfalls eine Kurzschlussreaktion. «Schliesslich ist die Mannschaft nicht etwa auseinandergefallen und die Ergebnisse waren auch nicht beängstigend», stellt Heusler klar.

«Er war schon sehr enttäuscht»

Es sei das Ergebnis einer längeren Analyse und zahlreichen Diskussionen - auch mit Vogel. «Unsere Ziele sind in Gefahr, wenn es so weitergeht. Wir hatten unterschiedlich Auffassungen, wie der Aufwärtstrend eingeleitet werden kann. Deshalb mussten wir uns trennen.» Dies wurde Vogel am Montagmittag mitgeteilt. «Er war schon sehr enttäuscht», beschreibt Heusler das Treffen mit dem 36-jährigen Deutschen.

Nur wenige Stunden später wurde mit Murat Yakin sein Nachfolger präsentiert. Ende letzter Woche wurde der ehemalige FCB-Profi erstmals von der Klubleitung kontaktiert. Heusler ist sich sicher, den richtigen Trainer gefunden zu haben: «Yakin hat als Coach einen vorbildlichen Weg beschritten. Er hat an allen Orten erfolgreich gearbeitet.» Der 38-Jährige sei einer der besten Taktiker im Land. Heusler war voll des Lobes über den neuen Mann an der Seitenlinie.

«Frei, Streller und die Degen-Zwillinge fühlen sich als Könige»

Auch bei den Bebbi will der ambitionierte Coach gute Arbeit verrichten. «Es ist eine grosse Ehre für mich, natürlich habe ich auch grossen Respekt davor. In erster Linie ist es eine grossartige Möglichkeit für mich, zum wiederholten Mal zu zeigen, was ich die vergangenen Jahre schon gezeigt habe.» Dass er mit Alex Frei, Marco Streller und den Degen-Zwillingen gleich vier Spieler trainieren wird, mit denen er zusammengespielt hat, bezeichnet Yakin als Herausforderung. «Es ist eine grosse Aufgabe für mich, weil sich gerade diese vier Spieler als Könige fühlen. Aber mich verbindet mit allen eine positive Vergangenheit.»

Erstmals im Einsatz stehen wird Yakin am Dienstagmorgen. Dabei kann er noch nicht auf die Nationalspieler zurückgreifen. «Ich hatte noch keinen Kontakt mit den Spielern und muss mir morgen im Training erst einmal einen Überblick darüber schaffen, wer überhaupt hier ist», so Yakin. Er sei gespannt, ob und wie er das in so kurzer Zeit umsetzen könne. Viel Zeit bleibt dem neuen Coach in der Tat nicht. Am kommenden Sonntag folgt der erste Ernstkampf - ausgerechnet gegen den FC Luzern. «Das ist natürlich schon speziell, die Vorfreude ist auf jeden Fall gross, gleich gegen den FCL zu starten», teilte der 38-Jährige mit einem Lächeln mit. (als/si)

FC Luzern prüft Konsequenzen

Der FC Luzern hat vom Engagement von Murat Yakin als neuem Cheftrainer des FC Basel sowie der am Montag von ihm gegenüber der FC Luzern-Innerschweiz AG ausgesprochenen fristlosen Kündigung des Arbeitsverhältnisses Kenntnis genommen. Wie der Super-Ligist in einem Communiqué schreibt, werden «die daraus resultierenden Konsequenzen für den FC Luzern genauer geprüft und danach mit dem FC Basel sowie Murat Yakin hinsichtlich einer möglichen Einigung besprochen.»

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