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Lully FRMotor eine Minute laufen gelassen – 60 Fr Busse

Polizisten im Kanton Freiburg haben einem jungen Mann eine Busse ausgestellt, weil dieser den Motor seines Fahrzeugs kurz laufen liess.

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Wie lange der Motor laufen muss, bevor es zu einer Busse kommen kann, ist rechtlich nicht festgelegt. (Foto: 20 minutes/ld)

Wie lange der Motor laufen muss, bevor es zu einer Busse kommen kann, ist rechtlich nicht festgelegt. (Foto: 20 minutes/ld)

Dass er nicht schnell genug von einem Parkplatz wegfuhr, kommt einen jungen Automobilisten aus der Romandie nun teuer zu stehen. Der Mann hatte am 3. Dezember auf einer Autobahnraststätte in Lully FR eine Pause eingelegt.

Nach einem kurzen Halt stieg er wieder in sein Auto, steckte den Schlüssel ein und liess den Motor laufen. Dann zückte er sein Smartphone. «Ich hatte den Blick auf mein Handy gerichtet, als plötzlich zwei Polizisten auf mich zukamen. Die Beamten haben mich gebeten, den Motor abzustellen.»

Umweltschutzgründe und Lärmbelastung

Dies habe er sofort getan. Anschliessend hätten die Polizisten die Reifen des Autos und seine Papiere überprüft, so der Westschweizer. Und: Sie verpassten ihm eine Busse von 60 Franken für unnötiges Laufenlassen des Motors. «Sie sagten mir, dass es kalt sei, dies aber nicht rechtfertige, den Motor laufen zu lassen. Aus Umweltschutzgründen.» Der Mann ist schockiert. «Der Motor lief höchstens eine Minute lang.»

Martial Pugin, Sprecher der Kantonspolizei Freiburg, möchte den konkreten Fall nicht kommentieren. Aber er verweist auf eine entsprechende Regel aus dem Bussenkatalog, die aus Umweltschutzgründen wie auch wegen der Lärmbelastung existiert. Wie lange der Motor laufen muss, bevor mit einer Busse zu rechnen ist, ist rechtlich aber nicht festgelegt. «Das hängt von der Einschätzung des Beamten ab», so Pugin.

Das sagt das Gesetz

Gemäss Artikel 42 des Strassenverkehrsgesetzes müssen Fahrzeugführer jede vermeidbare Belästigung von Strassenbenützern und Anwohnern, namentlich durch Lärm, Staub, Rauch und Geruch, unterlassen.

Doch aus Sicherheitsgründen können Ausnahmen gewährt werden. So zum Beispiel, wenn die Scheiben eines Autos angelaufen sind oder ein kleines Kind im Auto sitzt.

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