Trotz Xoom: Motorola stürzt ab

Aktualisiert

Trotz XoomMotorola stürzt ab

Obwohl die Smartphones boomen und sich auch der Tablet-Computer Xoom immer besser verkauft, schreibt der Handy-Hersteller zum wiederholten Mal einen Verlust.

von
dsc

Der Handy-Hersteller Motorola Mobility mit Sitz in Schaumburg im US-Bundesstaat Illinois kommt auf keinen grünen Zweig. Im zweiten Quartal verlor das Unternehmen unter dem Strich 56 Millionen Dollar. Nachbörslich stürzte die Aktie am Donnerstag um 7 Prozent ab.

Grund für das Minus waren überbordende Kosten, die der Konzern trotz eines satten Umsatzzuwachses von 28 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar nicht in den Griff bekam.

Verkäufe verdoppelt

In Lateinamerika und China hätten sich die Verkäufe mobiler Geräte sogar mehr als verdoppelt, sagte Firmenchef Sanjay Jha. Motorola lieferte 11 Millionen mobile Geräte aus, darunter 4,4 Millionen Smartphones und 440 000 Tablet-Computer.

Motorola Mobility hatte im Vorjahreszeitraum noch einen Gewinn von 80 Millionen Dollar erwirtschaftet, war zwischenzeitlich aber wieder in die roten Zahlen abgerutscht. Einzig mit dem zweiten Standbein, den Settop-Boxen fürs Kabelfernsehen, verdiente Motorola Mobility zuletzt operativ Geld.

Zwei Sparten

Im Januar dieses Jahres hat Motorola die Aufspaltung in zwei eigenständige Unternehmen abgeschlossen. Seither tritt man unter den Namen «Motorola Mobility» und «Motorola Solutions» auf, wobei Motorola Mobility das Handygeschäft beinhaltet und Motorola Solutions die Sparte der Geschäftskunden. Beide Firmen sind als eigenständige Gesellschaften an der US-Börse notiert. (dsc/sda)

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