«Ghost Rider»: Motorrad-Crack als moderner Faust
Aktualisiert

«Ghost Rider»Motorrad-Crack als moderner Faust

Nach den Comic-Helden X-Men, Batman, Superman und Spider-Man kommt auch der knallharte Biker Ghost Rider zu Filmehren.

Die Adaption des gleichnamigen Marvel-Abenteuers bedient sich kühn beim alten Goethe: Der Motorrad-Akrobat Johnny Blaze geht einen Pakt mit Mephistopheles ein. Um seinen sterbenden Vater zu retten, verkauft er dem Teufel seine Seele und trennt sich von Roxanne Simpson, seiner grossen Liebe.

Jahre später ist Johnny ein berühmter Draufgänger, der immer riskantere Stunts wagt. Doch in der Nacht ist er dazu verdammt, sich in Ghost Rider zu verwandeln – der Kopfgeldjäger Satans, der böse Seelen in die Hölle verfrachtet. Als eine Laune des Schicksals Johnny und Roxanne wieder zusammenbringt, sucht Johnny nach einem Weg, den Teufel zu bezwingen und seine Seele zurückzugewinnen. Allerdings muss er dazu Blackheart, den missratenen Sohn von Mephistopheles, stoppen.

«Ghost Rider» klaut nicht nur aus dem Genre der klassischen Literatur. Auch Elemente aus Horror und Italo-Western, Komödie, Selbstfindungsdrama und Teenager-Romanze sind in diesem Action-Spektakel zu finden. Das Resultat ist ein wilder Ritt durch ein paar Jahrzehnte Film- und Popkultur. Als Schmankerl kriegt man einen überzeugenden Nicolas Cage präsentiert, der auf seinem Feuerstuhl stets das Böse will und meist das Gute schafft.

Philippe Zweifel

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