Unangenehme Fragen: Mourinho erteilt den Journalisten eine Lektion
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Unangenehme FragenMourinho erteilt den Journalisten eine Lektion

José Mourinho, wie er leibt und lebt: Vor dem Champions-League-Spiel in Bukarest wird der Chelsea-Coach mit Fragen gelöchert. Daraufhin verlässt er die Pressekonferenz.

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Rang vier in der Liga, hinzu kommt der verpatzte Auftakt in der Champions League gegen den FC Basel (1:2). Beim FC Chelsea läuft nach der Rückkehr von Trainerfuchs José Mourinho noch nicht alles nach Wunsch. Vor dem zweiten Gruppenspiel bei Steaua Bukarest löchern die Journalisten den 50-jährigen Portugiesen. Der hat keine Lust auf die unangenehmen Fragen und verlässt die Pressekonferenz.

Mourinhos Kragen platzte, als er wiederholt auf die Nicht-Nominierung von Kevin de Bruyne angesprochen wurde. «Ihr habt die Tendenzen, nur nach denjenigen zu fragen, die nicht spielen», sagte dieser genervt. «Es ist meine Entscheidung, nur elf Spieler können auf dem Platz stehen.» Er sehe schliesslich, was seine Akteure im Training und während den Spielen leisten. «Er ist nicht dabei, weil er mir gegen Swindon nicht gefallen und dazu nicht gut trainiert hat», lautet die Begründung des Portugiesen. Der junge Belgier trainiert während des CL-Trips nach Rumänien mit der U21 in London.

Lampard wird sitzen gelassen

Zudem belächelt Mourinho die Journalisten: «Das ist unglaublich. Niemand fragt mich jetzt noch nach Mata. Die letzten drei Wochen habt ihr über ihn gesprochen. Jetzt ist Kevin an der Reihe.» Die Personalie Juan Mata wurde in der Tat heiss diskutiert. Unter Mourinho kommt einer der besten Chelsea-Spieler der letzten Saison nur sporadisch zum Einsatz. Oscar ist derzeit erste Wahl als Spielmacher der Blues.

Notgedrungen wendet sich «The Special One» an seinen Captain Frank Lampard, der an der Pressekonferenz neben ihm sitzt. «Er kennt mich seit neun Jahren und weiss, dass ich manchmal Fehler mache. Dabei versuche ich aber immer ehrlich zu sein», sagt Mourinho, klopft Lampard auf die Schulter und verlässt die offizielle Pressekonferenz. «Danke. Wir sehen uns morgen», fügt der Chelsea-Coach beim Aufstehen an. Mourinho weiss natürlich, dass er weiteren unangehenem Fragen nicht mehr ausweichen kann, sollte Chelsea auch in Bukarest nicht gewinnen.

Das kennen wir von Mourinho

Auftritte, die der exzentrische Startrainer schon mehrmals hinlegte. Während seiner Zeit bei Real Madrid verliess Mourinho vor dem Champions-League-Spiel bei Auxerre wütend den Raum, nachdem er mehrmals zur Nicht-Berücksichtigung von Pedro Leon befragt wurde.

Als er noch bei Real amtete, verliess Mourinho wütend die Pressekonferenz. (Video: Youtube)

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