Aktualisiert 30.07.2014 07:08

Torres oder Cech?

Mourinho muss einen Ausländer loswerden

Chelsea-Trainer José Mourinho steht vor einem Dilemma: Die Londoner müssen einen ausländischen Spieler abgeben. Doch wen trifft es?

von
hua

Chelsea ist einer der Titelanwärter in der kommenden Premier-League-Saison. Doch bevor der Ball wieder rollt, muss sich Chelsea-Trainer José Mourinho noch mit anderen Problemen rumschlagen. Denn in der Sommerpause verliessen zwei Engländer den Klub: Frank Lampard wechselte zu New York City und Ashley Cole zur AS Roma. Gleichzeitig verpflichteten die Londoner vier neue Spieler - vier Ausländer. Von Atlético Madrid kamen Diego Costa (Spanien), Luis Filipe (Brasilien) und Goalie Thibaut Courtois (Belgien), der auf Leihbasis in Spanien spielte. Zudem kehrte Didier Drogba (Elfenbeinküste) von Galatasaray Istanbul an seine alte Wirkungsstätte zurück. Cesc Fàbregas, der aus Barcelona kam, hat in seiner Karriere schon acht Jahre auf der Insel für Arsenal gekickt und gilt deshalb als «Homegrown Player». Er belastet das Ausländerkontingent nicht.

Trotzdem hat Mourinho nun 18 statt der 17 erlaubten ausländischen Spieler im Kader. Was macht man nun bei diesem Dilemma? Man gibt einen ausländischen Akteur ab - eigentlich ganz einfach, sollte man meinen. Doch so simpel gestaltet sich die ganze Sache nicht. Denn «The Special One» möchte eigentlich Stürmer Fernando Torres loswerden. Der Spanier hat in den vergangenen Jahren wenig Gründe geliefert, warum die Londoner noch länger am ehemaligen Millionen-Transfer festhalten sollten. Wie der «Telegraph» berichtet, will Chelsea Torres an seinen Stammverein Atlético Madrid oder an die AS Monaco abtreten. Doch die Klubs zögern noch, da der Spanier zu hohe Gehaltsvorstellungen hat.

PSG hat Interesse an Cech bekundet

Ein weiterer Streichkandidat wäre John Obi Mikel. Doch für den Nigerianer hat sich bisher noch kein Interessent gefunden. Da Chelsea mit Courtois einen starken, jungen, aufstrebenden Goalie in seinen Reihen hat, den man aufbauen will, könnte es gut sein, dass Publikumsliebling Petr Cech abgegeben wird. Denn Paris St. Germain hat Interesse am Tschechen bekundet und wäre bereit, eine Ablösesumme von 15,6 Millionen Franken springen zu lassen. Wenn der 32-Jährige wechseln würde, könnte «Mou» mit einem Engländer, entweder Jamal Blackman oder Mitchell Beeney, sein Goalie-Kontingent wieder anpassen und wäre damit das Ausländerproblem los.

Zweiter Goalie hinter Courtois wäre dann übrigens der Australier Mark Schwarzer. Der 41-Jährige unterschrieb erst kürzlich einen neuen Einjahresvertrag und wäre deshalb eher kein Wechselkandidat, weil ein Transfer wohl zu wenig Geld abwerfen würde.

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