Aktualisiert 13.08.2019 08:34

SchlagabtauschMourinho teilt aus und erhält die Quittung

Beim 4:0 von ManUnited gegen Chelsea debütiert José Mourinho als TV-Experte und nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Antwort darauf folgt prompt.

von
ddu

José Mourinho gibt seine vier Titelanwärter in der Premier League bekannt: Seine ehemaligen Clubs traut er wenig zu. (Video: Twitter)

Das Topspiel zum Auftakt der neuen Saison in der Premiere League zwischen Manchester United und Chelsea verfolgte José Mourinho live im Stadion. Der Portugiese kam zu seiner Premiere als Experte für den englischen TV-Sender «Sky Sports». Und «The Special One» gab sich so, wie man ihn aus seiner Zeit als Trainer kennt: Gnaden- und kompromisslos zog er über die Clubs her, wobei vor allem seine ehemaligen Arbeitgeber ihr Fett wegbekamen.

Der momentan vereinslose Coach, der Mitte Dezember vergangenen Jahres bei ManUnited hatte gehen müssen und zuvor von Juli 2013 bis Dezember 2015 Trainer der Blues gewesen war, schoss verbal gegen seine Ex-Vereine. «Auch wenn eines der beiden Teams heute herausragend spielt, glaube ich nicht, dass es im Titelrennen mithalten kann», sagte der 56-Jährige bereits vor der Partie.

Auf die Frage, wer seine Titelanwärter seien, antwortete Mourinho: «Manchester City, Tottenham, Liverpool und Manchester City B.» Mit ernster Miene zeigte er, dass seine Aussage nicht als Scherz gemeint war. Der zweifache Champions-League-Sieger (2004 mit Porto, 2010 mit Inter Mailand) stuft die Ersatzbank der Citizens stärker ein als seine Ex-Clubs in Topbesetzung.

Ein Giftpfeil, der sitzt

Auch an einen Titelgewinn des FC Arsenal mit dem Schweizer Granit Xhaka glaubt Mourinho nicht. «Ich denke, wir sind uns alle einig: Wir reden über ein Team, das in England alles gewonnen hat, über den amtierenden Champions-League-Sieger und den Finalisten. Und dann reden wir auf der anderen Seite über United und Arsenal, die Sechster und Fünfter wurden und in der Europa League spielen.» Zudem benachteilige die für Chelsea geltende Transfersperre die Blues gegenüber den Topteams Liverpool und ManCity.

Mourinho sah allerdings, wie die Red Devils mit ihrer jungen Mannschaft (Durchschnittsalter 24 Jahre) stark gegen Chelsea aufspielten und dank eines Doppelpacks von Rashford sowie Treffern von Martial und James 4:0 siegten. Beim Stand von 3:0 stimmten die United-Fans «José Mourinho»-Gesänge an.

Nach dem Spiel musste er Spott von Gary Lineker ertragen. Der ehemalige englische Nationalspieler, der als Kommentator für BBC tätig ist, twitterte: «Dies ist definitiv die beste Leistung von ManUnited mit Mourinho in Old Trafford.» Ein Giftpfeil, der dem Portugiesen bestimmt weh getan hat. Nun wird mit Spannung seine Reaktion darauf erwartet.

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