Kein Wein mit Ferguson: Mourinhos Ärger über den Unparteiischen
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Kein Wein mit FergusonMourinhos Ärger über den Unparteiischen

Nach dem glücklichen 0:0 gegen Manchester United gestern Abend haderte Inter-Trainer José Mourinho mit dem Schiedsrichter. «The Special One» war nach Spielschluss gar so aufgebracht, dass er sich für einmal nicht mit Trainer-Kollege Alex Ferguson auf ein Glas Wein treffen wollte.

Für den italienischen Meister und Serie-A-Leader Inter Mailand hätte der Champions-League-Achtelfinal schon nach 45 Hinspiel-Minuten verloren sein können. «In der ersten Halbzeit sind wir von einem Lastwagen überrollt worden», gestand Inters Trainer José Mourinho, ehe er mit seiner Kritik am spanischen Schiedsrichter Medina Cantalejo gleich das Rückspiel lancierte: «Er war fantastisch. Er hat die Gäste beschützt. Aber ich bin sicher, dass wir im Old Trafford keinen so grossartigen Referee haben werden.»

Kein Hand-Shake mit Ferguson

Nach dem Schuss Ironie wurde Mourinho deutlicher und warf Medina Cantalejo vor, die Engländer bevorteilt zu haben und sprach von einem fälligen Elfmeter, der nicht gegeben worden war. Sein Gegenüber Alex Ferguson hatte derweil einen «erstklassigen Schiedsrichter» gesehen. Nach dem 20. Champions-League-Spiel in Folge ohne Niederlage war der Schotte selbstredend besser aufgelegt als sein Rivale. Der ehemalige Chelsea-Trainer Mourinho verliess das Stadion nach dem Schlusspfiff, ohne Ferguson die Hand zu schütteln.

«Ich habe ihm einen Wein für 300 Pfund ins Hotel schicken lassen mit einem Zettel dran. Darauf stand: Den trinken wir in Manchester», sagte Mourinho und wies damit ungewöhnlich subtil daraufhin, dass das Duell erst am 11. März entschieden wird. Als noch beide Coaches in der Premier League tätig waren, tranken sie nach Direktbegegnungen jeweils zusammen ein Glas Wein. Meistens war dabei Mourinho der besser Gelaunte. Er verlor während seiner Zeit in London nur ein Meisterschafts-Duell mit Ferguson. Nun schätzt er die Chancen auf ein Weiterkommen auf 50:50. Ein wenig pessimistischer ist die italienische Presse. Das Remis sei ein schwieriges Resultat, meinte die «Gazzetta dello Sport», die die Leistung des brasilianischen Inter-Goalies mit der Schlagzeile «Ave Julio» ehrte.

Barcelona nicht mehr überragend

Keine so gute Figur gab Barcelonas Goalie Victor Valdes ab. Er musste in Lyon schon früh einen Freistoss von Juninho passieren lassen. Die Katalanen, die neben Manchester United der derzeit meistgenannte Favorit auf den Titel sind, verhinderten dank Thierry Henrys 1:1 aber Schlimmeres. Die spielerische Unbeschwertheit des letzten Jahres scheint das Team von Josep Guardiola aber verloren zu haben. «Henry verhinderte ein weiteres Debakel», schrieb die Zeitung «Marca» und meinte mit Debakel eine zweite Niederlage in Folge nach dem 1:2 gegen Espanyol Barcelona am letzten Wochenende.

(si)

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