Moutier: Mehrjährige Gefängnisstrafen für Bandenmitglieder

Aktualisiert

Moutier: Mehrjährige Gefängnisstrafen für Bandenmitglieder

Vier Bandenmitglieder sind am Freitag in Moutier zu Freiheitsstrafen zwischen drei und sechs Jahren verurteilt worden.

Sie hatten Regionalbanken und Tankstellen überfallen und wurden deshalb des qualifierten Raubs für schuldig befunden.

Der Kopf der Bande, ein 45-jähriger Oberwalliser, wurde zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Gericht sprach sich jedoch gegen eine Verwahrung aus, wie das vom Staatsanwalt gefordert worden war. Der Mann hat bereits 18 Jahre seines Lebens hinter Gittern verbracht und war einmal aus dem Gefängnis La Stampa TI geflohen.

Ein 65-jähriger Tessiner mit einem langen Vorstrafenregister wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Ebenfalls vier Jahre muss ein Rumäne hinter Gitter, der zudem für zehn Jahre des Landes verwiesen wurde. Ein Türke, der früher bei der PKK mitkämpfte, wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Die Strafen sind allesamt milder, als dies der Staatsanwalt gefortert hatte. Die Bande soll zwischen Dezember 2003 und Februar 2004 vor allem Regionalbanken und Tankstellen in den Kantonen Bern, Solothurn, St. Gallen und Luzern überfallen haben.

Die Täter im Alter zwischen 30 und 65 Jahre alt. Sie waren jeweils maskiert und suchten sich ihre Ziele ausserhalb der grossen Zentren aus. Sie drangen in die Bankfilialen oder Tankstellen ein und bedrohten die Angestellten mit einer Feuerwaffe. Die Deliktsumme beträgt laut Anklageschrift über 110 000 Franken.

(sda)

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