Aktualisiert 21.12.2011 19:00

«Sherlock Holmes»

Mr Clever und Smart auf zweiter Mission

Deutlich besser als Teil 1: Robert Downey Jr. fühlt sich in seiner Sherlock-Holmes-Rolle mittlerweile sichtlich wohl.

Als der österreichische Kronprinz tot aufgefunden wird, glaubt Inspector Lestrade (Eddie Marsan) aufgrund der Indizien an Selbstmord. Doch Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) kombiniert, dass der Prinz ermordet wurde – und zwar im Rahmen eines grausigen Komplotts, das ein gewisser Professor Moriarty (Jared Harris) schmiedet. So plant er den schwelenden Konflikt zwischen Deutschland und Frankreich zu seinen eigenen Gunsten auszunutzen, die Macht an sich zu reissen und die Welt in den Abgrund zu stürzen.

Doch letztlich hat er die Rechnung ohne Holmes, ohne den frisch verheirateten und zu Beginn höchst skeptischen Assistenten Dr. Watson (Jude Law) und ohne die hilfsbereite Wahrsagerin (Noomi Rapace) gemacht.

Nach dem höchst erfolgreichen Erstling war es bloss eine Frage der Zeit, bis der Blockbuster-Produzent Joel Silver eine Fortsetzung nachschieben würde. Während die Story noch immer an einen James-Bond-Plot erinnert, überzeugt in diesem ­Sequel insbesondere der blitz­gescheite Bösewicht. Nur schon das Psychoduell dieser beiden Erzrivalen bis hin zum Showdown in der Schweiz lohnt den Kinobesuch. Zwecks Steigerung der psychologischen Spannung hat sich der Regisseur Guy Ritchie offensichtlich an der genialen britischen Fernsehserie «Sherlock» orientiert, die Arthur ­Conan Doyles Romanhelden in der Moderne zeigt.

Robert Downey Jr. geniesst seine jüngste Hauptrolle sogar in Frauenkleidern und liefert sich mit dem «Mad Men»-Star Jared Harris einen genialen Schlagabtausch. Verbunden mit Ritchies cooler Inszenierung ergibt sich eine Fortsetzung, die das Original locker übertrifft. Einziger Wermutstropfen: Trotz Schweizer Schauplatz wurde keine einzige Szene hierzulande gedreht.

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