Moderna Impfstoff gegen HIV: 97 Prozent der Studienteilnehmer entwickelten Antikörper

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ModernamRNA-Technologie – eliminiert diese Impfung künftige HIV-Fälle?

Eine neue Studie macht Hoffnung im Kampf gegen HIV. 97 Prozent der Teilnehmenden entwickelten dank des Impfstoffs Antikörper gegen das Virus. Damit der Impfstoff auf den Markt kommen kann, braucht es noch mehr Studien.

von
Samira Kunz
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Ein neuer mRNA-Impfstoff von Moderna könnte den Kampf gegen Aids vorantreiben.

Ein neuer mRNA-Impfstoff von Moderna könnte den Kampf gegen Aids vorantreiben.

imago/Westend61
In einer Studie entwickelten 97 Prozent der Teilnehmenden Antikörper gegen das HI-Virus.

In einer Studie entwickelten 97 Prozent der Teilnehmenden Antikörper gegen das HI-Virus.

Wikipedia
Durch den Impfstoff könne das Immunsystem trainiert werden, eine breite Palette an natürlich vorkommenden HIV-Subtypen zu erkennen. (Symbolbild)

Durch den Impfstoff könne das Immunsystem trainiert werden, eine breite Palette an natürlich vorkommenden HIV-Subtypen zu erkennen. (Symbolbild)

imago/Andreas Haas

Darum gehts

  • Ein Impfstoff von Moderna verzeichnet in einer ersten Studie Erfolge.

  • Der neue mRNA-Impfstoff soll gegen HIV eingesetzt werden können.

  • 35 der 36 Studienteilnehmenden entwickelten Antikörper gegen das Virus. Das sei ein erster Schritt zur breiten Immunität.

Moderna konnte mit einem neuen Impfstoff in einer Studie Erfolge gegen HIV verbuchen. Wie bei Corona soll mRNA gegen das Virus eingesetzt werden. In einer Studie entwickelten 97 Prozent aller Teilnehmenden Antikörper gegen das HI-Virus. Laut den Wissenschaftlern sei das der erste Schritt zu einer breiten Immunität. 

Durch den Impfstoff könne das Immunsystem trainiert werden, eine breite Palette an natürlich vorkommenden HIV-Subtypen zu erkennen, wie der Studienautor William Schief erklärte. Da das Virus häufig mutiere, sei das sehr wichtig. «Es gibt nur wenige Stellen auf der Oberfläche des HIV-Spikes, die bei verschiedenen Isolaten gleich oder relativ gleich bleiben. Und wir versuchen, sehr spezifische Antikörper hervorzurufen, die sehr spezifische Eigenschaften haben, die es ihnen ermöglichen, sich genau an diese Stellen zu binden», so der Autor gegenüber «Sciencealert».

mRNA-Ansatz auch bei anderen Viren

Bei der Untersuchung handle es sich um eine kleine Phase-Eins-Studie, was bedeute, dass noch weitere Forschung notwendig sei, bevor der Impfstoff auf den Markt gebracht werden könne, wie «Focus» berichtet. Teilgenommen haben 36 Menschen, von denen 35 Antikörper entwickelt hatten. Trotzdem mache die Studie Hoffnung, so Schief: «Wir sind optimistisch, dass es einige Chancen gibt, dass dieser Ansatz bei mehr als nur HIV hilfreich sein könnte, auch wenn es bereits enorm wäre, wenn es nur gegen HIV helfen würde.»

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