«Mrs. Terminator» hilft Obama

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«Mrs. Terminator» hilft Obama

Das Ehepaar Schwarzenegger geht getrennte Wege – zumindest politisch. Während sich Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger für den Republikaner John McCain als nächsten US-Präsidenten stark macht, unterstützt seine Frau Maria Shriver den Demokraten Barack Obama.

Überraschend kommt diese Entwicklung nicht. Maria Shriver gehört zum Kennedy-Clan, sie ist eine Nichte der ermordeten Brüder John F. und Robert sowie von Senator Edward Kennedy. Der hatte sich letzte Woche in einem Aufsehen erregenden Schritt auf die Seite von Barack Obama geschlagen. Mit der kalifornischen First Lady hat sich ihm nun ein weiteres prominentes Familienmitglied angeschlossen.

Die Unterstützung kommt gerade rechtzeitig zum «Super Tuesday», dem grossen Vorwahl-Showdown mit Entscheidungen in mehr als 20 Bundesstaaten. Kalifornien spielt als bevölkerungsmässig grösster Staat dabei die Schlüsselrolle. Wer hier gewinnt, hat beste Chancen auf die Nomination seiner Partei. «Kalifornien gibt das Signal für das ganze Land», rief Maria Shriver den Obama-Fans an einer Veranstaltung am Sonntag in Los Angeles zu.

Obama holt auf

Bei den Republikanern scheint das Rennen gelaufen, der von Arnold Schwarzenegger unterstützte John McCain hat in den Umfragen einen grossen Vorsprung auf Mitt Romney. Hochspannung herrscht dagegen bei den Demokraten: Lange sah Hillary Clinton wie die sichere Siegerin aus, doch Barack Obama hat stark aufgeholt. In einzelnen Umfragen liegt er bereits vorne, zudem hat sich die einflussreiche Zeitung «Los Angeles Times» für ihn ausgesprochen.

Maria Shriver dürfte dem Senator aus Illinois zusätzlichen Schub verleihen. Bei der Veranstaltung in Los Angeles trat sie zusammen mit Obamas Ehefrau Michelle, John F. Kennedys Tochter Caroline und Talkshow-Queen Oprah Winfrey auf. Das illustre Quartett sandte damit ein klares Signal an die weibliche Wählerschaft aus, die bislang Hillary Clinton zugeneigt war.

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