Mögliche Weltpremiere - MSC prüft mit Wasserstoff betriebenes Kreuzfahrtschiff
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Mögliche WeltpremiereMSC prüft mit Wasserstoff betriebenes Kreuzfahrtschiff

In einer Studie will die Reederei die Machbarkeit eines Kreuzfahrtschiffes prüfen, das ohne fossile Energie auskommt. Das Unternehmen plant, bis 2050 C02-neutral unterwegs zu sein.

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Die Grossreederei MSC will den Bau eines mit Wasserstoff betriebenen Kreuzfahrtschiffes prüfen.

Die Grossreederei MSC will den Bau eines mit Wasserstoff betriebenen Kreuzfahrtschiffes prüfen.

REUTERS
Wann das Schiff vom Stapel laufen könnte, ist noch unklar. Bis 2050 will die Reederei aber CO2-neutral unterwegs sein.

Wann das Schiff vom Stapel laufen könnte, ist noch unklar. Bis 2050 will die Reederei aber CO2-neutral unterwegs sein.

AFP
Das Unternehmen und die gesamte Branche stehen immer wieder in der Kritik wegen ihrer Emissionen. Im Frühjahr tauchten in Bern gefälschte MSC-Plakatwerbungen auf mit dem Slogan «Dekadenz kennt keine Grenzen».

Das Unternehmen und die gesamte Branche stehen immer wieder in der Kritik wegen ihrer Emissionen. Im Frühjahr tauchten in Bern gefälschte MSC-Plakatwerbungen auf mit dem Slogan «Dekadenz kennt keine Grenzen».

20Min/News-Scout

Darum gehts

  • Zusammen mit Partnern will die Grossreederei MSC den Bau eines Kreuzfahrtschiffes prüfen, das vollständig mit Wasserstoff angetrieben würde.

  • Nicht zuletzt das Tanken würde eine Herausforderung darstellen.

  • Die Idee ist Teil eines Plans: Bis 2050 will MSC emissionsfrei über die Meere fahren.

Die Reederei MSC will mit der italienischen Grosswerft Fincantieri und dem italienischen Gasversorger Snam die Konzeption eines mit Wasserstoff angetriebenen Kreuzfahrtschiffes ausloten. Zunächst soll eine Machbarkeitsstudie untersuchen, unter welchen Voraussetzungen die Konstruktion und der Bau eines mit Wasserstoff betriebenen Hochseekreuzfahrtschiffs sowie die Entwicklung der zugehörigen Anlagen für das Betanken der Schiffe – im Branchenjargon Bunkerinfrastruktur – möglich wären, wie die drei beteiligten Unternehmen am Montag mitteilten. Sie sprechen selbst vom weltweit ersten Projekt dieser Art.

Bislang besteht einzig Flüssiggas als Alternative zum Kerosin

Wasserstoff könne einen grossen Beitrag zur «Energierevolution unserer Branche» leisten, sagte der Chef der Kreuzfahrtsparte MSC Cruises, Pierfrancesco Vago. «Allerdings sind die Produktionsmengen heute noch gering und Wasserstoff als Kraftstoff ist noch weit davon entfernt, in grossem Umfang verfügbar zu sein.» MSC Cruises will bis 2050 einen CO2-neutralen Betrieb der eigenen Flotte erreichen. Das ist deutlich ambitionierter als die bisherige Richtschnur der Internationalen Schifffahrts-Organisation IMO, die für 2050 als Ziel eine 50-prozentige Reduzierung der Treibhausgasemissionen gegenüber 2008 ausgegeben hat.

Snam-Chef Marco Alverà wies darauf hin, dass die Schifffahrt einer der Sektoren ist, in denen eine Reduzierung der Treibhausgase schwierig sei. Angesichts des Klimawandels und politischer Vorgaben in Richtung Klimaneutralität steht zwar die gesamte Schifffahrt unter dem Druck, Alternativen zu fossilen Antrieben zu finden. Gegenwärtig kann aber ein Reeder, der ein Schiff bestellt, nur das ebenfalls fossile Flüssiggas (LNG) als Alternative zu Schiffsdiesel wählen.

Jenseits der fossilen Kraftstoffe wird in den maritimen Branchen ein grosses Spektrum an alternativen Antriebskonzepten und Treibstoffen diskutiert, beispielsweise Methanol oder eben Wasserstoff. Allerdings ist bisher keine Technologie wirklich marktreif oder für den breiten Praxiseinsatz verfügbar.

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(DPA/pme)

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