«Das Unglück von Überlingen»: Müller und Nigro spielen Fluglotsen
Aktualisiert

«Das Unglück von Überlingen»Müller und Nigro spielen Fluglotsen

Der Südwestfunk und das Schweizer Fernsehen verfilmen das Flugzeugunglück von Überlingen. 20 Minuten hat das Set besucht.

von
Aurelia Forrer

«Die Realität hat eine Drehbuchvorlage geliefert, die ich nicht besser hätte schreiben können», sagt Regisseur und Drehbuchautor Till Endemann. Am 1. Juli 2002 prallen im deutschen Überlingen zwei Flugzeuge zusammen und 71 Menschen, vorwiegend Kinder, sterben. Ein verzweifelter russischer Vater tötet nach dem Verlust seiner Familie den Fluglotsen, der zum Unglückszeitpunkt in Kloten Nachtschicht hatte.

Angst, dass mit dem SF-Film «Das Unglück von Überlingen» die Wunden der Angehörigen wieder aufgerissen werden, haben die Schauspieler nicht. «Die Notwendigkeit für einen Film ist immer relativ», meint Mike Müller, der den Cheflotsen spielt, «aber das Drehbuch geht mit dem Thema sensibel um.» Zudem handle der Film nicht nur vom Absturz alleine. «Es geht um eine Person, die einen fatalen Fehler gemacht hat und dafür mit ihrem Leben bezahlt», erzählt Hauptdarsteller Ken Duken.

Trotzdem, für Produzent P. C. Fueter war es wichtig, dass die Angehörigen die Gelegenheit hatten, das Drehbuch zu lesen – so auch der verurteilte Vater und Täter Vitali K. Fueter besuchte ihn im Gefängnis in Russland über vier Stunden lang. «Ihm war es wichtig, neben den Tatsachen auch seine subjektiven Gründe zu erklären.»

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